Wer braucht ein Herz, wenn es gebrochen werden kann

Wer braucht ein Herz, wenn es gebrochen werden kann

Astrid Daniels   21. April 2019  
Wer braucht ein Herz, wenn es gebrochen werden kann

Buch-Tipp

Autor(en)
Anzahl Seiten
280
Verlag
Erscheinungsjahr
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Rückentext

Ein herzzerreißender und hoffnungsvoller Roman über die erste Liebe, das Aufwachsen in schwierigen Verhältnissen und die Kraft und Liebe, die alle jungen Mädchen brauchen. Mo Baker ist fünfzehn und ziemlich wütend. Ständig streitet sie sich mit ihrer Mutter, die sich nur um ihre eigenen Probleme kümmert und jetzt auch noch diesen neuen Freund hat, den Mo einfach nur daneben findet. Lloyd ist für sie nur ein weiterer Kerl, der Frauen schlägt und ihr Geld verprasst. Der einzige Lichtblick in ihrem Leben ist Sam, ihr Kindheitsfreund, dem sie sich so nah fühlt wie keinem anderen Menschen auf der Welt und mit dem sie in den Sommerferien endlich was hatte. Doch Sam hat inzwischen eine Andere. Zum Glück halten ihre besten Freundinnen Elaine und Naomi zu ihr, egal was ist oder kommen mag. Selbst als die Situation mit Lloyd eskaliert und in Mo nur noch der Wunsch nach Rache brennt ...

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
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Aufmachung 
 
9,0
Gesamtwertung 
 
9,0

„Wer braucht ein Herz, wenn es gebrochen werden kann“ ist im Kunstmann Verlag erschienen. Der Einband des Buches ist im typischen Stil des Verlags gestaltet. Passend zur Geschichte ist es durchdacht und vermittelt bereits den ersten Eindruck darüber, was den Leser erwarten wird. 

Die Hauptperson der Geschichte ist Mo, die inmitten von häuslicher Gewalt und Gangs in einer feindseligen Umgebung aufwächst. Mo versucht ihren eigenen Weg zu finden. Ein jeder hat in ihrem Umfeld sein Päckchen zu tragen, was den Zusammenhalt mit ihren Freundinnen wohl noch verstärkt. 
Der Autor baut einen gelungenen Spannungsbogen auf und erzählt eine Geschichte über verschiedene Schicksale, Liebe und Hass. Die Sprache ist mal barsch, aggressiv und in anderen Momenten sensibel und voll Empathie. 

Mo lässt sich von den widrigen Umständen nicht entmutigen und behält ihr Ziel in den Augen. Die Handlung lebt von ihren Gegensätzen. Die Sprache und die Lebensumstände erscheinen authentisch. 

Alex Wheatle hat ein schwieriges Thema, oder besser gesagt gleich eine ganze Reihe von schwierigen Themen, gekonnt aufgearbeitet. „Wer braucht ein Herz, wenn es gebrochen werden kann“ ist wirklich lesenswert und gewährt dem Leser Einblick in eine Welt, die den meisten von uns wohl ansonsten verschlossen bleibt. 

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