Wenn ich Dich umarme, hab keine Angst - Eine wahre Geschichte

Wenn ich Dich umarme, hab keine Angst - Eine wahre Geschichte Hot

Michael Brinkschulte   30. Juni 2013  
Wenn ich Dich umarme, hab keine Angst - Eine wahre Geschichte

Buch-Tipp

Autor(en)
Anzahl Seiten
320
Verlag
Erscheinungsjahr
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Rückentext

Die wahre Geschichte eines Vaters, der Zugang zu seinem autistischen Sohn sucht.

Andrea, 17, lacht viel und wirkt glücklich. Aber er ist wie ein Funkgerät, das nur empfangen, nicht senden kann. Gefühle vermag er nicht zu formulieren, um einen Eindruck von einer Person zu erhalten, legt er die Arme um deren Bauch. Weshalb die Eltern den Satz „Wenn ich duch umarme, hab keine Angst“ auf Andreas T-Shirt drucken lassen. Über Jahre absolviert die Familie Therapie um Therapie. Bis sich Vater und Sohn auf ein Motorrad setzen und eine Fahrt ins Blaue antreten. Dabei reisen sie von Florida nach Kalifornien, von Mexiko nach Guatemala und durch Brasilien, und je weiter sie sich von zu Hause entfernen, umso näher kommen sie sich. Zurück in Italien, trifft der Vater den Autor Fulvio Ervas. Der hört sich die Geschichte von Franko und Andrea an – und lässt sich zu diesem Buch inspirieren.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
8,0
Aufmachung 
 
10,0
Gesamtwertung 
 
9,0

Franco Antanello ist der Vater, der mit seinem autistischen Sohn die im Buch beschriebene Reise gemacht hat, deren grobe Route im Buchdeckel in einer Karte dargestellt ist. Die Aufzeichnung des gemeinsamen Abenteuers von Vater und Sohn hat sich mehr als ein Jahr hingezogen, in dem der Autor Fulvio Ervas die Erzählungen Franco Antonellos festgehalten und anschließend in dieses Buch gefasst hat.

Das Buch erzählt eindrücklich die einzelnen Stationen, eröffnet dem Leser die Probleme und Freuden des Vaters mit seinem autistischen Sohn. Dabei ist zu beachten, dass es sich bei dem Buch nicht um die tatsächlichen Aufzeichnungen handelt, die der Vater diktiert hätte, nein, der Autor hat sich der Geschichte als Roman genähert, was dazu führt, dass Gefühle und Umstände auch einer gewissen künstlerischen Freiheit unterliegen, die das ursprüngliche Erleben von Vater und Sohn aus anderer Sicht wiedergeben.

Trotzdem ist eine fesselnde und informative Story entstanden, die dem Leser Autismus etwas näher bringt. Ergänzt um eine Fotodokumentation in der Mitte des Buches, in der Vater und Sohn auf einigen Stationen ihres Weges zu sehen sind, wird das Buch abgerundet.

Ein intensives Leseerlebnis!

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