Menschen, Tiere und andere Dramen - Warum wir Lämmer lieben und Asseln hassen

Menschen, Tiere und andere Dramen - Warum wir Lämmer lieben und Asseln hassen Hot

Astrid Daniels   25. November 2018  
Menschen, Tiere und andere Dramen - Warum wir Lämmer lieben und Asseln hassen

Buch-Tipp

Anzahl Seiten
192
Erscheinungsjahr
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Rückentext

Der Mensch hat eine gespaltene Beziehung zu Flora und Fauna. Manche Tier- oder Pflanzenarten überschütten wir mit Zuneigung, ja, sie scheinen uns fast menschlich, andere können wir nicht schnell genug loswerden. Von der Faszination zum Ekel ist es oft nur ein kleiner Schritt. Peter Iwaniewicz, Biologe mit scharfer Beobachtungsgabe, sieht die Welt
ein bisschen anders. 
Quasi im Schweinsgalopp rekapituliert er mit viel Sprachwitz seine Entwicklung vom spinnenhassenden Jungmensch zum routinierten Tierflüsterer, der Schlangen mit der Hand fängt, Fische beatmet und den berüchtigten
Mistkäfer-Handdurchbohrtest bestanden hat. Als Sa-Tieriker durchstreift er aber auch das Dickicht der Boulevardnachrichten und weiß, welches Tier sogar Donald Trump präsidialen Glanz verleihen könnte. 
Im Gefühls-Tohuwabohu der Tier-Mensch-Beziehungen gehen seine Texte den Ursachen unserer Angst, Bewunderung, Glorifizierung und Aggression auf den Grund. Und ganz nebenbei erfahren wir, warum der Wombat würfelförmigen Kot produziert, welche Spinne komische Punkte auf der Haut hinterlässt und wo man eine Glühwürmchenkarte findet.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
9,0
Aufmachung 
 
9,0
Gesamtwertung 
 
9,0

Die Gestaltung des Buches ist gelungen. Der Umschlag zeigt verschiedene Tiere, auch die Farbgestaltung ist stimmig. Das Hardcover des Buches ist fein gemustert. Das Buch enthält zahlreiche Illustrationen und Abbildungen verschiedener Tiere. Die Kapitel sind recht kurz gehalten. Insgesamt es sehr kurzweilig und ansprechend. 

Wir Menschen haben eine ambivalente Einstellung zu den verschiedenen Tieren. Bereits der Untertitel „Warum wir Lämmer lieben und Asseln hassen“ deutet bereits darauf hin, dass uns manch ein Tier lieber ist als andere. Doch woran liegt das und ab welchem Punkt ist man ein Tierhasser? Wo liegt das gesunde Mittelmaß?

Mit viel Wortwitz und sprachlich überaus gewandt arbeitet Peter Iwaniewicz das Thema auf. Er lässt interessantes Hintergrundwissen einfließen und nimmt tierische und menschliche Eigenheiten gleichermaßen auf die Schippe. So erfahren wir beispielsweise, dass der Wombat würfelförmigen Kot produziert.

Zu Beginn des Buches beschreibt der Autor zunächst wie es zu der Entstehung des Buches kam. Er schreibt von seiner Kolumne und geht dabei auf einige Leserbriefe ein. Für die Stadtzeitung Falter schreibt er seit vielen Jahren die Kolumne „Tier der Woche“.

„Menschen, Tiere und andere Dramen ist ein Rundumschlag und thematisiert alle Dinge des täglichen Lebens in der Tier- und Menschenwelt. Er geht den Ursachen unserer Abneigung, Bewunderung und Zweckbeziehungen mit einigen Tieren auf den Grund. Eine nette Geschenkidee für alle Tierliebhaber!

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