Leather Rebel - Mein Leben mit Judas Priest

Leather Rebel - Mein Leben mit Judas Priest Hot

Markus Skroch   30. März 2019  
Leather Rebel - Mein Leben mit Judas Priest

Buch-Tipp

Autor(en)
Anzahl Seiten
224
Erscheinungsjahr
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Rückentext

 Ich weiß nicht mehr genau, wann mir der Gedanke das erste Mal kam, aber ich kann mich daran erinnern, dass ich ziemlich oft dachte: „Ich bin mir überhaupt nicht sicher, was unser Image angeht …“ Nüchtern betrachtet sehe ich es so, dass Judas Priest von Anfang an eine leichte Identitätskrise hatten. Der Look der Band warf immer Fragen auf. Mir schien er nie etwas auszusagen – und vermutlich fand ich das in den Anfangszeiten unserer Karriere sogar gut. 
Ich kann mich an einen bestimmten Moment erinnern: Das war ungefähr zu der Zeit, als wir ins Studio gingen, um »Stained Class« aufzunehmen. Ich begann mir im Tourbus Gedanken um diese ganze Image-Problematik zu machen. Der Gedanke an Leder, Nieten und einen Look, der gleichzeitig individuell und sofort wiedererkennbar war, reizte mich. Ich konnte es schon alles vor meinem inneren Auge sehen: wir und die Fans, in der gleichen Leder-Kampfmontur – wie eine Art Heavy-Metal-Armee. 

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
7,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
7,0

Viele Bücher über Judas Priest gibt es nicht, umso schöner ist es wenn ein (ehemaliges) Band- und Gründungsmitglied seine Autobiografie verfasst.
Jetzt ist dieses Buch auch in deutscher Sprache erhältlich.

Auf 224 Seiten erfährt man vieles über die Band als auch über die Kindheit von Kenneth Downing jr.
Diese war nicht gerade schön, und er wuchs mit einem sehr seltsamen Vater auf, soviel sei hier erwähnt. Daher tat er auch alles dafür möglich schnell auf eigenen Beinen zu stehen und dort auszuziehen.
Das Buch ist keine detaillierte Judas Priest Geschichte, das muss man vor dem Lesen wissen.
Es ist aber gut geschrieben und es hat mich beeindruckt wie vielen sehr bekannte Musikern (Hendrix, Bon Scott....) K.K. noch zu Lebzeiten begegnet ist. Oft sind sie kurz darauf verstorben.
Jimmi Hendrix war auch der Hauptgrund warum er als jugendlicher mit dem Gitarre Spielen anfing.
Dass er Jahre später in einer der größten Hard Rock/Heavy Metal Bands der Welt spielen würde war damals für niemanden absehbar.

Ich wusste vor diesem Buch wirklich gar nichts über die Hintergründe von Judas Priest, ich kannte nur die Musik. 
Daher hat es mich am meisten überrascht, dass K.K. eigentlich über seine Gesamte Zeit bei Judas Priest große Probleme mit einem der Bandmitglieder hatte und mehr als einmal zurückgesteckt hat.
Allzu viel Schmutzwäsche wird für mein Empfinden jedoch nicht gewaschen. 
Was mich außerdem überrascht hat ist, dass K.K. Downing praktisch jedes Album toll fand, sogar „Jugulator“. Für mich als Hörer sind auf jeden Fall mehr Höhen und Tiefen in der Diskografie auszumachen.

Eins wird auch klar. So etwas wie Rockstar in den 80ern gewesen zu sein wird es nie mehr geben. Die Zeit hat sich doch schon ganz schön gewandelt.
Umso schöner hier aus erster Hand alles nachlesen zu können und dann die Alben vielleicht noch einmal mit anderen Ohren zu hören.
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