Dummheit. Eine Erfolgsgeschichte.

Dummheit. Eine Erfolgsgeschichte.

Astrid Daniels   28. Oktober 2017  
Dummheit. Eine Erfolgsgeschichte.

Buch-Tipp

Autor(en)
Anzahl Seiten
176
Erscheinungsjahr
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Rückentext

In diesem Bändchen untersucht der Autor eine bestürzende Erkenntnis: Womöglich hat es das Abendland ausgerechnet wegen der Dummheit seiner Bewohner zu etwas gebracht. Wir nutzen laufend Geräte, ohne ihre Arbeitsweise zu erfassen. Wir treffen politische Entscheidungen, ohne ihre Tragweite zu ermessen. Die User haben ihre Dummheit verinnerlicht, sie finden sie normal. Wir nennen uns eine Wissensgesellschaft – zu Unrecht, denn wir haben uns nie an Fakten orientiert und Schlagworte stets dem Denken vorgezogen. Und trotzdem hat es der Westen zu einem historisch gesehen einmaligen Wohlstand gebracht. Und zu einem durchaus brauchbaren politischen System. Ist das kein Paradox? Besteht da nicht ein Widerspruch? 
Ein Verdacht beschleicht uns – vielleicht hat der Westen nicht trotz seiner Dummheit Erfolg gehabt, sondern gerade deshalb! Vielleicht hat es das Abendland darum so weit gebracht, weil es gelernt hat, mit der Ignoranz und Unvollkommenheit des Menschen zu rechnen. Als einzige, oder zumindest erste Hochkultur der Weltgeschichte.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
7,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
7,7

„Dummheit. Eine Erfolgsgeschichte.“ beginnt mit einem Vorwort, welches den Leser bereits auf den Inhalt des Buches vorbereitet. Die Sprache ist gehoben aber sehr eingängig - alles passiert mit einem Augenzwinkern des Autors. 

Im Laufe von insgesamt 11 Kapiteln - zzgl. Epilog, Anhang und Vorwort – geht Emil Kowalski auf die Dummheit, die Kreativität, die Gleichheit, die Unvollkommenheit und vieles mehr ein. In seinen Abhandlungen spielt auch die Ignoranz stets eine wichtige Rolle. 

Die Sprache ist gut verständlich; Unverständliches wird in Fußnoten näher erläutert. Der Text wird durch Tabellen, Zitate und vom Autor aufgestellten Thesen unterbrochen bzw. aufgelockert.
Selbstkritisch, heiter und dennoch sachlich führt Emil Kowalski den Leser durch das Buch und lädt ihn dabei ein mitzudenken. Er erhebt nicht den Anspruch ein vollkommenes und allumfassendes Werk über die Dummheit verfasst zu haben. Der Leser benötigt für die Lektüre der 176 Seiten dennoch etwas Zeit. Es ist kein Buch für zwischendurch, sondern lädt eher dazu ein immer mal wieder darin zu lesen. 

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