Der Geruch des Todes

Der Geruch des Todes Hot

Astrid Daniels   26. November 2017  
Der Geruch des Todes

Buch-Tipp

Autor(en)
Anzahl Seiten
344
Erscheinungsjahr
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Rückentext

Für die Polizei ist es ein Vermissten-oder Kriminalfall. Für die Angehörigen ist es eine Tragödie. Für den Hundeführer ist es harte Konzentrationsarbeit. Für den Leichenspürhund ist es ein spannendes Spiel.
Cat Warren, Professorin für Journalistik und Literaturwissenschaft, sucht zunächst eigentlich nur nach Möglichkeiten, ihren nicht ganz einfachen Deutschen Schäferhund Solo vernünftig auszulasten. Dabei stößt sie auf die Sucharbeit nach Toten und taucht ein in die faszinierende Welt der Wissenschaft rund um den Geruch, Geruchszersetzung, Forensik und die Leistung der Hundenase. 
Die unbekümmerte und zielstrebige Begeisterung, mit der ihr Hund sich auf die Suche nach dem Geruch des Todes macht, lässt sie auch ganz neue Perspektiven auf das Leben und seine Vergänglichkeit erleben. Folgen Sie den beiden auf ihre Wege und Irrwege und erfahren Sie viel Spannendes über die Geruchsleistung von Hunden, aber auch über die Zusammenarbeit und das Zusammenwachsen von Hund und Mensch in einer Parallelwelt, die wir nur zu gerne aus unserem Alltag ausblenden.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
10,0
Aufmachung 
 
9,0
Gesamtwertung 
 
9,3

Ein jeder von uns hat durch CSI und Co. eine Vorstellung von der Arbeit der Forensiker, Polizei und Pathologen. „Der Geruch des Todes“ gibt Einblick darin, was in der Realität tatsächlich passiert und möglich ist.

Die Beziehung der Arbeitshunde mit ihren Menschen ist eine ganz besondere. Beide erledigen ihren Job mit Hingabe und Leidenschaft. Die guten Resultate basieren auf hartem Training. 
Der Leser lernt zum einen viel über die Hintergründe der Polizeiarbeit, den Spürsinn der Hunde und das dahinter stehende Training und die wissenschaftlichen Zusammenhänge. Zum anderen lernt er eine Frau kennen, die sich einem schwierigen Schäferhundwelpen annimmt. Eine Gefühlsachterbahn beginnt und der Leser ist mittendrin.  

Cat Warren beschreibt die Entwicklung der Beziehung zwischen Mensch und Hund sehr einfühlsam. 
Langsam finden beide zueinander und beginnen den anderen zu verstehen. Auch die Freude, die der Hund bei der Arbeit hat, hat die Autorin eingefangen. „Der Geruch des Todes“ ist dabei nicht bedrückend, sondern unterhaltsam und leicht zu lesen. Cat Warren schafft es die simpelsten Dinge wirklich faszinierend gut einzufangen. Ihre Ausführungen sind sprachgewaltig, emotional, spannend und unterhaltsam. 

Am Ende des Buches sind zahlreiche Anmerkungen und Quellen genannt. Auch das zeigt wie ernst die Autorin die Recherche im Vorfeld genommen hat und wie sehr sie für das Thema brennt. 

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