Cowboys & Aliens - Original Motion Picture Soundtrack

Cowboys & Aliens - Original Motion Picture Soundtrack Hot

Nico Steckelberg   24. August 2011  
Cowboys & Aliens - Original Motion Picture Soundtrack

Musik

Veröffentlichungs- Datum
19. August 2011
Format
CD
Anzahl Medien
1
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Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
6,0

Morgen startet in Deutschland der Film "Cowboys & Aliens" in den Kinos. Daniel Craig ("James Bond 007 – Ein Quantum Trost") und Harrison Ford ("Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels") kämpfen zusammen mit Olivia Wilde ("Dr. House") unter der Regie von Jon Favreau in der Verfilmung des Graphic-Novels von Scott Mitchell Rosenberg gegen Außerirdische.

Der Soundtrack von Harry Gregson-Williams bietet beide Aspekte: Typische Westernmusikelemente wie die Western-Gitarre (wie gleich im Album-Opener „Jake Lonergan“ unter Beweis gestellt wird) treffen auf elektronische Beats und synthetische Soundpads. Es gibt einige längere Ambient-Passagen, die komplett ohne Rhythmus oder Melodie auskommen, die sich aber irgendwann in einem Spannungsbogen entwickeln. Die Angriffe der Aliens werden häufig von tiefen, anschwellenden Blechbläsern verkörpert. Das kennt man beispielsweise aus dem "Krieg der Welten".

Ein gutes Beispiel für die Stücke des Soundtracks ist "A Kid, A Dog & A Woman". Hier gibt es treibende Spannungspassagen (die mich stellenweise an Ken Freemans "Tripods"-Soundtrack erinnern), wabernde atmosphärische akustische Bewegungen und die typische Spannungsentwicklung. "She’s gone" bietet ein Beispiel für eine traurig-stimmungsvolle Ballade. "Jake’s Army" treibt noch einmal den Hörer ins Abenteuer.

Was ich sehr schade finde, ist, dass Gregson-Williams dem Film kein wirkliches Titel-Thema gibt. Es gibt Melodien, die auch wiederholt werden, aber sie haben auf Anhieb kaum einen Wiedererkennungswert. Auch gibt es keinen Höhepunkt, den man lange auskosten könnte, schon ist er wieder vorbei. Der letzte Track "See You Around" greift dann doch noch einmal die Anfangsmelodie auf und bringt ein bisschen Western-Stimmung.

Ein wenig mehr "Morricone"-Feeling hätte gern sein dürfen für meinen Geschmack. Ich bin mir sicher, dass ein melodischerer Soundtrack dem Film besser getan hätte.

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