The Essential Blue Öyster Cult

The Essential Blue Öyster Cult Hot

Nico Steckelberg   18. November 2012  
The Essential Blue Öyster Cult

Musik

Interpret/Band
Format
CD
Anzahl Medien
2
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Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
7,0

Sie waren wohl die erste Band, die das „Ö“ im Bandnamen für Heavy-Bands einführte. Die Rede ist von den Hard Rockern Blue Öyster Cult. 1967 gründeten sich die Band – zunächst noch unter anderem Namen. Der Bezug zu literarischen Texten bildete zur damaligen Zeit einen lebhaften Kontrast zur vergleichsweise harten Musik. Aber auch Balladen gab es, besonders ab den späteren 70er Jahren. Spätere Veröffentlichungen näherten sich partiell dem gängigen Mainstream an, ohne als Pop bezeichnet werden zu können. Hierfür waren die Kompositionen dann doch etwas zu progressiv. Auch Elektronik und Soundtüfteleien fanden Einzug in die Kompositionen, interessant ist hier beispielsweise der Song „Black Blade“, der mit einem roboterartigen Stimmeffekt überrascht (Vocoder).

Wirklich bekannt wurden Blue Öyster Cult mit ihrer Single „Don’t Fear The Reaper“, ein Stück, das sicherlich als eine der besten Rockballaden aller Zeiten bezeichnet werden darf. Dieser Song sticht jedoch so stark aus dem Rest des Schaffens von BÖC heraus, dass es nicht als Referenz für das kürzlich erschienene Best-of-Album „The Essential Blue Öyster Cult“ genannt werden kann.

Das größte Problem des Album ist aus meiner Sicht, dass – bis auf ganz wenige Ausnahmen – die Musik der Band nicht zeitlos ist. Und darüber können – anders als beispielsweise bei Pink Floyd, den Doors oder Led Zeppelin – in dem meisten Fällen keine großartigen Songmomente hinweg trösten. Es gibt kaum herausragende Atmosphären oder Wow-Momente. Eine Ausnahme bildet hier beispielsweise der Hit „Burnin‘ for you“, der trotz seiner Happy-Stimmung viel Charme und ein tolles Songwriting bereit hält. Dennoch: Der „Reaper“ war und ist in seiner Bedeutung für die Rockmusik eine Eintagsfliege für die Band. Daher sei dieses Album Freunden des frühen progressiven (Hard) Rocks empfohlen. Es ist ein guter und umfassender Querschnitt für die Fans der Band.

Eigentlich würde ich 6 Punkte geben, aber alleine „Don’t Fear the Reaper“ (für sich alleine betrachtet eine 10 mit Sternchen) zieht den Schnitt noch mal um einen Punkt nach oben.

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