Reflections

Reflections Hot

Ecke Buck   25. September 2011  
Reflections

Musik

Interpret/Band
Format
CD
Anzahl Medien
1
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Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
6,0

Candice Night ist die Frontfrau der Mittelalter-Folk-Formation „Blackmore’s Night“, in der sie gemeinsam mit Ihrem Ehemann Ritchie Blackmore (Deep Purple) so manchen Erfolg feiern konnte. Nun erscheint ihr erstes Soloalbum „Reflections“.

Ich bin zweigeteilter Meinung. Einerseits passt ihre zarte, schwebende Stimme sehr gut zu dem Heavenly-Voices-Musikstil in Dur mit vielen Keyboardflächen und leichten, kaum wahrnehmbaren Beats. Andererseits hätte ich mir gewünscht, dass sich Nights erstes Soloalbum stärker von der Musik von Blackmore’s Night abhebt. Das geschieht leider nur selten, und in diesen Fällen eher durchwachsen.

„Gone gone gone“ ist beispielsweise ein Rocksong, der recht straight daherkommt, mit akustisch gespielter elektrischer Gitarre, Rockorgeln und einem Candice-Chor. „Dangerous Smile“ ist noch etwas schneller und härter, mit verzerrten Vocals und ordentlicher Melodie. Auch hier wieder die Candice-Chöre, die die flächigen Keyboards unterstützen. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen: Klassischer Roxette-Song. Allerdings wirkt er nicht gut zu Candice‘ Stimme, diese wirkt nahezu dünn in diesem Stück. „Call it Love“ ist auch wieder eine Rock-Ballade, diesmal mit Piano. Sehr süß und durig.

Alle anderen Stücke sind bekannte Kost: langsame, getragene, akustische Stücke mit Candice Nights Enegelsstimme. Das ist für mich zu wenig, um sich von der Hauptband abzuheben, denn sehr viel auf diesem Album klingt nach Blackmore’s Night, aber elektronischer. Ich hätte mir gewünscht, ihre Stimme beispielsweise einmal in einem Symphonic-Metal-Gewand zu hören. Die wenigen Radio-Rock-Stücke sind – wenngleich sie das Besondere am Album sind – schnell wieder vergessen. Schade.

Anspieltipps: “Wind is calling (Hush the Wind)”, „Black Roses“ und „Dangerous Smile“ – dann kennt man die Eckpfeiler des Albums und kann sich ein eigenes Urteil bilden. Für mich im Ganzen ganz okay, aber nicht mehr.

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