Level Up Hot

Alina Jensch   03. Dezember 2021  
Level Up

Musik

Interpret/Band
Veröffentlichungs- Datum
05. November 2021
Format
CD

Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
7,0

„Level Up“ heißt das mittlerweile dritte Album des Gelsenkirchener Quartetts RELATE, die in ihrer aktuellen Konstellation seit 2018 gemeinsam musizieren und einen Mix aus melodramatischem Synthpop und treibendem Electronic Rock versprechen.

Das Artwork mag auf den ersten Blick zwar 1980er Flair suggerieren, musikalisch geht es da aber weitaus moderner zur Sache und erinnert größtenteils eher an düsteren Synth- und Future Pop der 90er und 00er Jahre mit einer Portion Indie-Einfluss.
Sofort fällt der fette und dreidimensionale Sound auf, der einen leicht in die Musik eintauchen lässt. Das Album ist recht glatt produziert, klingt sehr modern und den Songs angemessen. Gemastert wurde „Level Up“ übrigens von Geoff Pesche in den Abbey Road Studios.

Die elf Songs sind abwechslungsreich und decken von ruhiger Ballade, über tanzbare Beats bis Metal-Gitarren das gesamte zu erwartende Spektrum ab. Bestes Beispiel für die Vielseitigkeit ist die deftige Single-Auskopplung „Ring The Alarm“. Durchweg finden sich ansprechende Melodien und tolle Refrains – und man bekommt schnell Lust, die nächste Szeneparty aufzusuchen. RELATE wagen mit „Keine Tränen“ sogar einen souveränen deutschsprachigen Song.

Die Performance von Sänger Patrick Krahe kann mich allerdings nicht durchgehend überzeugen. Stil und Attitüde seines Gesangs wechseln in einem solchen Intervall, dass es Konsistenz vermissen lässt. Besonders seine Ausflüge ins Theatralische gefallen mir nicht. In „Residues“ und „Keine Tränen“ wird er gesanglich von Mitmusikerin Lisa Zuber unterstützt, was sehr gut passt und für eine schöne Überraschung sorgt.

Anspieltipps: „Thief“ und „Ring The Alarm“
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