Chameleon Lab Explosion

Chameleon Lab Explosion Hot

Nico Steckelberg   08. November 2015  
Chameleon Lab Explosion

Musik

Interpret/Band
Format
CD
Anzahl Medien
1
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Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
9,0

Instrumentalmusik… gähn…? Stopp! Klischee-Denken! Vorurteil!!

Denn bei Inspirational Corner wird niemand gähnen! 90 Sekunden des neuen Albums „Chameleon Lab Explosion“ eingelegt, und ich wusste, dass das hier eine bunte Achterbahnfahrt werden würde. Die Herrschaften mischen Jazz, Rock (teilweise auch sehr rotzigen Riff-orientierten Hard Rock) mit Funk-Grooves und gerne auch mal Dubstep-Bomben. Allerdings ist die Mischung hier nicht in jeder Passage zu finden, vielmehr geht es von Kapitel zu Kapitel in unterschiedliche Sounds. Die Songs sind Patchworks aus Stil, Melodie, Soli und Beat. Und jeder der Stile wird extrem professionell umgesetzt. Gesang gibt es aber trotzdem, auch wenn das Album auch ohne funktioniert hätte. Die Gastvokalisten sind mal soulig angehaucht, rockig oder auch mal aus dem Hip Hop-Umfeld stammend.
Die progressiven Rock-Passagen könnten übrigens Oldschool-Drei-???-Fans ganz gut gefallen, erinnern sie von der Atmo her stellenweise an Carsten Bohns Bandstand.

Der Albumtitel passt wie die Faust aufs Auge: „Chameleon“ wegen der fast schon avant-gardistischen Wandlungsfähigkeit der Wiener, „Lab“, weil jede Menge Mathematik und Kopf im Songaufbau stecken und „Explosion“, weil die musikalische Mischung einfach „mindblowing explosive“ ist.

Fazit: Geiles Album!

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