Dying To Live Living To Die

Dying To Live Living To Die

Alina Jensch   31. Oktober 2019  
Dying To Live Living To Die

Musik

Interpret/Band
Veröffentlichungs- Datum
01. November 2019
Format
  • CD
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  • Vinyl
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Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
9,0

Gerade einmal ein Jahr nach ihrem letzten Album „With Man In Charge“ knüppeln VIOLATION WOUND mit „Dying To Live Living To Die“ schon wieder alles in Grund und Boden. Und das mit einer so hohen Geschwindigkeit, dass der geneigte Hörer erst zum Luftholen kommt, wenn schon wieder alles vorbei ist.

Das Trio um Chris Reifert (AUTOPSY, Ex-ABSCESS) kloppt kompromisslos 18 Songs in einer guten halben Stunde durch. Einzig der Titeltrack „Dying To Live, Living To Die“ knackt die drei Minuten, während sich am anderen Ende des Spektrums „Chainsaw Brain“ durch gerade einmal schnuckelige 44 Sekunden sägt. Ruhepausen hat der aggressive Mix aus Gitarrengewitter, Schlagzeuggeprügel und rauem Gesang (pardon, Geschrei) nicht zu bieten, dafür aber durchaus Groove, eindrucksvolle Gitarrensoli und – hört, hört – sparsam verteilte aber ansprechende Melodien! Einen roten Faden oder komplexes Songwriting findet man nicht unbedingt, vermisst man hier aber auch nicht. 
Anders als beim Vorgänger, ist der Sound auf dem neuen Album fetter. Die Gitarren klingen weniger dünn, ohne dass auch nur im entferntesten die Rede von Überproduktion sein könnte. Es kratzt und scheppert noch genug um den Geist der Musik glaubwürdig rüberzubringen.

Geworben wird mit „100% Punk Rock“, nach welcher Definition auch immer, denn unverkennbar schlägt einem „Dying To Live Living To Die“ gehörige Portionen Death Metal und Hardcore in die Fresse. Bitte anschnallen!


Anspieltipps: „Follower“, "Dying To Live, Living To Die“, „Exorcism Of Ignorance“
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