Let Me Fly

Let Me Fly Hot

Nico Steckelberg   12. April 2017  
Let Me Fly

Musik

Interpret/Band
Unter-Genre
Label
Veröffentlichungs- Datum
07. April 2017
Format
CD
Anzahl Medien
1
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Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
6,0

Mike Rutherford und seine Musikkollegen von „Mike & the Mechanics“ haben 6 Jahre gebraucht um einmal wieder ein neues Album auf die Beine zu stellen. „Let Me Fly“ heißt es. Erster Eindruck beim Betrachten des Covers: Könnte was Progressives sein.
 
Doch die ersten Klänge des Openers und gleichzeitig Titeltracks belehren uns eines Besseren: Dies hier ist eingängiger, treibender Pop-Rock. „Let Me Fly“ hat eine unbändige Sogwirkung, ist gekennzeichnet durch eine mega-fette Produktion und einen Gänsehaut erregenden Gospel-Chor. Wow! Was für ein Hammer-Auftakt. Auch der zweite Track „Are You Ready?“ hält das Niveau weit oben. Hier merkt man, was sich im Laufe des Albums als roter Faden herausstellen soll: Die programmierten Rhythmen wirken ein wenig Oldschool, immer ein Stückchen Achtziger. Gewollt? Egal, es passt ganz gut.
 
Leider flachen die Songs ab Track drei deutlich ab. Es folgen Radio-Popsongs, die man so schnell wieder vergessen hat, wie man sie gehört hat. Dazu kommt, dass die Stimme von Sänger Andrew Roachford nicht so recht aus sich herauskommt. Das ist enorm schade. 
 
Ein weiteres echtes Highlight gibt es jedoch noch. Eine echte Überraschung. Denn „The Letter“ klingt so wahnsinnig geil nach alten Genesis-Platten, da wünscht man sich, diesen Track mal mit Phil Collins am Mikro zu hören. Großartig! Und kein Wunder, dass es an Genesis erinnert, denn – wer’s noch nicht wusste – Mike Rutherford ist ebenfalls Gitarrist von Genesis. 
 
Insgesamt ist mit „Let Me Fly“ viel zu seicht und traut sich zu wenig. Mehr Ecken und Kanten hätten dem Album gut getan, ebenso wie ein paar ausgeprägtere Vocallines. So dümpelt es etwas vor sich hin und kann nur punktuell begeistern, dann aber extrem stark.
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