Hello, I Must Be Going (Deluxe Edition)

Hello, I Must Be Going (Deluxe Edition) Hot

Nico Steckelberg   22. Februar 2016  
HelloIMustBeGoing.jpg

Musik

Interpret/Band
Unter-Genre
Veröffentlichungs- Datum
26. Februar 2016
Format
CD
Anzahl Medien
2
Bei Amazon kaufen

Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
8,0

Nur ein Jahr nach Phil Collins‘ Debüt-Album kam 1982 der Nachfolgetitel „Hello, I must be going“ auf den Markt. Und es war irgendwie so ganz anders als sein Vorgänger. Schon der Opener „I Don’t Care Anymore“ oder auch der Titel „Do You Know, Do You Care?“ sind von sehr düsterer Stimmung geprägt. Kein Wunder, ist die persönliche Lebensveränderung noch nicht verarbeitet, die Scheidung von seiner ersten Frau noch frisch. Im deutlichen Kontrast dazu sind immer wieder diese frischen, bewegten Salsa-, Fusion- oder Funk-Nummern, die einfach Spaß machen und typisch Collins sind.  Völlig aus der Reihe tanzt der Supremes-Coversong „You Can’t Hurry Love“, der vor allem auch in der Phil-Collins-Version noch heute gern im Radio läuft. Tolles Stück, welches das Album deutlich bereichert. 

„Hello, I Must Be Going“ ist sehr Brass-lastig und weist viele coole Schlagzeug-Parts auf. Allerdings liebt Phil Collins es auch, seine Stücke instrumental zu reduzieren und mal nur einen programmierten Rhythmus ablaufen zu lassen, um ihn mit atmosphärischen Keyboard-Flächen zu bestücken, wie z. B. bei „Thru These Walls“. Das Instrumental „The West Side“ schließt das Album mit treibenden Beats und intimen Saxophon-Sounds fast ab. Nur fast, weil danach noch die ergreifend-erzählerische Piano-Ballade „Why Can’t It Wait Till Morning?“ anschließt. Wahnsinnig emotional und ein toller Schlusspunkt für ein unaufdringliches, überraschendes, schönes Phil Collins-Album mit enorm starken Orchester-Parts.

CD 2 der Deluxe Edition bietet erneut einige Live-Tracks des Albums sowie zwei Demoversionen. Gleichermaßen cool also für Fans und Neu-Entdecker.
© 2002 - 2019 Der Hörspiegel - Lesen, was hörenswert ist. --- IMPRESSUM --- DATENSCHUTZ