Arschkarte

Arschkarte Hot

Nico Steckelberg   30. April 2016  
Arschkarte

Musik

Interpret/Band
Veröffentlichungs- Datum
29. April 2016
Format
CD
Anzahl Medien
1
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Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
7,0

Die nächste Fußball-EM steht an, und natürlich bedeutet das: Fußball-Veröffentlichungen am laufenden Meter. Seien es die Panini-Sammelbilder oder drei ???-Folgen mit aktuellem Sport-Bezug. Das ist aber bei weitem kein Effekt der modernen Medienwelt. Schon seit Mitte des letzten Jahrhunderts singen Spieler, Trainer und Prominente über Fußball, sobald sich die Gelegenheit eines Hypes bot. Diese Tradition ist etwas in Vergessenheit geraten. Da singt kein Jogi Löw zusammen mit seiner 11, dass Fußball ihr Leben sei. Muss das also ein anderer übernehmen.

Sein Name: Heino. Zuletzt positiv aufgefallen mit seinem rockigen Coversong-Album „Mit freundlichen Grüßen“ legt er nun nach mit „Arschkarte“, einer CD voller Fußball-Hits, gesungen von Heino. Wer nun denkt: Ach komm, geh mir weg mit Schlager, der liegt falsch. Denn Heino ist weder Schlager noch Volksmusik. Er ist Rock-Popper höheren Alters. Egal ob Klassiker wie „Fußball ist unser Leben“ oder neuere Fußball-Hymnen wie „Schwarz und Weiss“ und „54, 74, 90, 2010“ – Heinos Band macht daraus einen süffigen Upbeat-Punkrock. Dazu kommen Tanznummern wie beispielsweise „Samba de Janeiro“, das beinahe klingt als hätte J.B.O. es durch die Mangel gedreht. Der Heino, der macht schon was. Und das ist gar nicht mal verkehrt.

Sehr passend natürlich, dass das Album nicht nur rechtzeitig zur WM erscheint, sondern auch kurz vor Vatertag auf den Markt kommt. Denn mit „Was wollen wir trinken (7 Tage lang)“ gibt es auch gleich noch die Männer-Sauf-Hymne schlechthin on top. 

Fazit: Ganz gutes Album, das zwar etwas nach Kohlescheffeln riecht, aber in der Auswahl seiner Stücke und seiner Umsetzung gelungen ist. Man sollte halt nur Fußball-Fan sein. Na denn: „Tor! Tor! Tor! Tor!“
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