CAIN Hot

Nico Steckelberg   29. Oktober 2019  
CAIN

Musik

Interpret/Band
Format
CD
Anzahl Medien
1
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Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
6,0

Flashback from the past! Volle Doom-Power lieferte die Formation CAIN im Jahr 1992 mit ihrem selbstbetitelten Album ab. Eingeleitet von rituellen Gesängen entwickelt sich eine spirituelle, hypnotisierende Klangschwere, durch Bands wie Candlemass oder St. Vitus beeinflusst worden waren, jedoch deutliche Psychedelic Rock-Elemente aufwiesen. Der Gesang erinnert mich heute an die ebenfalls „weeping“ klingenden cleanen Vocals und auch die Growls des früheren Anathema-Sängers Darren White. Cains Gitarren sind jedoch ungleich brachialer und weniger filigran. Gelegentlich werden dämonisch anmutende Vocal-Effekte eingesetzt. 

Insgesamt ein sehr ansprechendes Re-Release, das nicht nur auf dem schleppenden Doom-Tempo verharrt, sondern auch mach etwas schnellere Takte anschlägt. Es hat in jedem Fall ein interessantes Siebziger-Feeling, ohne dabei zu stark „retro“ zu klingen. 1992 wäre das vermutlich auch noch kein Prädikat für einen modernen Sound gewesen.

Was fehlt, sind begeisternde Melodie-Highlights oder die Entwicklung der Songs. Das Spannungsniveau der Tracks bleibt nahezu durchgehend konstant und führt dadurch stellenweise zu langatmigen Passagen. 
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