Straight Out of Hell

Straight Out of Hell Hot

Markus Skroch   17. Februar 2013  
Straight Out of Hell

Musik

Interpret/Band
Unter-Genre
Label
Veröffentlichungs- Datum
18. Januar 2013
Format
CD
Anzahl Medien
1

Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
8,0

3 Jahre nach dem Studioalbum "7 Sinners" und dem Jubiläumsalbum "Unarmed" sind HELLOWEEN zurück, und zwar 'Straight out of Hell'. Die Kampfansage zieht sich auch durch das Coverkonzept, und selbst der Kürbis im Logo trägt Gasmaske.

Zwar gab es im Line-up im Laufe der Jahre immer wieder Veränderungen, dennoch sind mit Michael Weikath und Markus Großkopf noch zwei Gründungskürbisse dabei. Ein neuer Drummer wurde in Dani Löble gefunden.
Nicht weniger als 13 Stücke finden sich auf dem neuen Longplayer, und eines ist schnell klar: Auch nach 28 Jahren sind die Kürbisse nicht müde zu rocken. Ich bin vom neuen Album überwiegend sehr positiv überrascht.

Zwar rockt der Opener "Nabataea" irgendwie an meinen Ohren vorbei, aber "World of War" und "Live now!" überzeugen dann doch recht schnell. Was bei diesem Album auffällt ist, dass die Band extrem zügig auf den Punkt kommt und scheinbar keine Gefangenen nehmen will. Kein Lied verfügt über lange Intros oder Epiloge, wie das in der Vergangenheit öfter mal der Fall war. Spätestens "Far from the stars" klingt dann 100% nach HELLOWEEN. Ein Song voller positiver Energie und Kraft. Wir wissen es nicht, aber vielleicht ist es ja die Atmosphäre im bandeigenen Studio auf Teneriffa, die der Band so viel gute Laune beschert. Produzent Charlie Bauerfeind hat dem Album jedenfalls einen sehr brachialen und wuchtigen Sound gezaubert, an dem es nicht viel zu meckern gibt.

Im weiteren Verlauf des Albums finden sich noch mehrere hitverdächtige Songs, und es wird zwischen dem ganzen Kriegsfeuerwerk auch mal etwas balladesker ("Hold me in your arms"). Aber es gibt auch Schattenseiten. Der textliche Tiefpunkt ist z.B. mit "Asshole" erreicht, und ich verstehe erstmals, warum die Band auf das Abdrucken der Texte im Booklet verzichtet hat. Solche Texte als 17-jähriger zu schreiben mag ja vielleicht noch mit einer rebellischen Phase zu erklären sein. Als Mittvierziger kann das aber auch mal ganz schön peinlich wirken, finde ich. "Waiting for the thunder" und "Wanna be God" überzeugen mich musikalisch auch nicht wirklich.

Bis auf diese wenigen Aussetzer überzeugt das Album jedoch auf ganzer Linie, und man kann gespannt auf die Tour zusammen mit GAMMA RAY im März warten.

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