Von der Quelle bis zur See

Von der Quelle bis zur See Hot

Michael Brinkschulte   06. April 2022  
Von der Quelle bis zur See

Musik

Interpret/Band
Format
CD
Anzahl Medien
1

Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
7,0

Eine fragil anmutende Stimme eröffnet das Album und entwickelt sich dann schon in der ersten Minute, bringt fest und klar die Songs zu Gehör. Diese Stimme gehört Juliane Weinelt, die neben Gesang auch das Querflötenspiel einbringt. Hinzu kommen in einigen wenigen Songs Jan Oelmann ebenfalls mit Gesang und durchweg mit Gitarren in verschiedener Ausprägung nebst Violine. Darüber hinaus Till Uhlmann mit seiner Drehleier, der das Trio komplettiert. 
Musikalisch sind aber noch eine ganze Reihe an Gästen zu hören, wenn die 13 Songs im CD-Player rotieren. So kommen Stephan Salewskis Drums und Percussion in annähernd allen Stücken zum Einsatz. E-Bass, Kontrabass von Arian Domaniak, der auch an allen Songs beteiligt ist, kommen hinzu. Die weiteren Instrumente Posaune und Violoncello finden sich nur in einzelnen Stücken.
 
Gespielt werden deutschsprachige Stücke im Volkslied-Genre beheimatet und durch die Drehleier immer wieder mit einem Anklang mittelalterlicher Klänge, andererseits aber auch wie „Tuvalu“ im Folk-Pop angesiedelt sind. Die Texte stammen wie sie Musik zum Teil aus eigener Feder, zum Teil aus alten Quellen oder stellen Übersetzungen bzw. Übertragungen dar. 
Die Mischung der beiden Stimmen, die unterschiedliche Ausrichtung im breiten Feld des Folk, lassen das Album frisch und unverbraucht erscheinen. Im Fokus des Stücke steht, der Titel des Albums macht es schon deutlich, Wasser in unterschiedlichem Kontext. 
 
Ein schönes Album mit der ein oder anderen Überraschung, denn es kommt immer darauf an, wie ein Text dargeboten wird, auch wenn er zum Teil schon altbekannt scheint.
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