The Beginning Hot

Nico Steckelberg   27. Januar 2013  
The Beginning

Musik

Interpret/Band
Label
Format
  • CD
  • DVD
Anzahl Medien
4
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Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
9,0

Ich erinnere mich noch bestens an das Jahr 1997, als das erste Album von Blackmore’s Night erschien. Das war neu und frisch: mittelalterlich/Renaissancefolkloristische Musik mit einer rockigen Seele – und das Ganze nicht aufgeplustert oder aus kommerziellen Beweggründen, sondern weil Ritchie Blackmore und seine Frau Candice Night einfach Bock darauf hatten. Erinnerungen an Mike Oldfields „To France“/“Moonlight Shadow“-Phase wurden ebenso wach wie Erinnerungen an Jethro Tull. Apropos: Tull-Mastermind Ian Anderson hat einen Gastauftritt auf diesem Album. Bekannte Melodien wie beispielsweise „Greensleeves“ oder „Wish you were here“ (von Rednex) rundeten den schönen Gesamteindruck ab. Die Qualität der Kompositionen und Arrangements machten auch absolute Ausrutscher wie das Eurobeat-instrumentierte „Writing on the Wall“ mit Schwanensee-Melodie wieder wett. Auch das zweite Album „Under A Violet Moon“, das 2 Jahre später erschien, folgte konsequent der musikalischen Ausrichtung.

15 Jahre nach dem Erscheinen des Debüts gibt es nun die edle Sammlerbox „The Beginning“. Die Box enthält beide genannten Alben, „Shadow of the Moon“ hat sogar mit „Possum’s Last Dance“ noch einen Bonustrack. Was mir sofort ins Auge sticht, sind die neuen Covers. Die ursprüngliche Covergestaltung (Zeichnungen der Musiker im Wald bzw. einer mittelalterlichen Stadt) ist jedoch in den Booklets der beiden CDs enthalten, so dass nichts verloren ist.

Den eigentlichen Sammleraspekt machen jedoch die beiden zusätzlichen DVDs aus, die der Box beiliegen. Sie zeigen „historische“ Konzertaufnahmen von den Touren der Formation aus den Jahren 1997-2000. Interviews und „Jamsessions“ runden das Bild ab, und da ist es auch gar nicht schlimm, dass die Tonqualität nicht State of the Art ist.

„The Beginning“ lohnt sich also nicht nur für Fans, die erst später auf Blackmore’s Night aufmerksam geworden sind, sondern auch für „Altfans“, die bereits vor 15 Jahren ihre erste Bekanntschaft mit der Musik gemacht haben.

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