Cut The Light Hot

Tanja Trawny   19. November 2016  
Cut The Light

Musik

Interpret/Band
Unter-Genre
Veröffentlichungs- Datum
21. Oktober 2016
Format
  • CD
  • Download
  • Vinyl
Anzahl Medien
1
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Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
8,0

Mit  „Cut The Light“ präsentiert der musikalische Tausendsassa John Blek, welcher vielen bestimmt aus der sechsköpfigen Formation John Blek & The Rats bekannt sein dürfte, sein zweites Soloalbum. Dieses Album wurde von John Blek (Gitarre, Vokal, Harmonium), welcher bis auf den Song „Where Are You Tonight“ (written by Andy M. Stewart) alle Songs selbst geschrieben hat,  zusammen mit Davie Ryan (Drums, Percussion), Brian Hassett (Elektrobass), Brian Casey (Klavier, Elektrogitarre, Track 1,3,5) Hammond) in nur vier Tagen eingespielt. In „Lightness vs. Weight“ (Track 10)  unterstützt  Marlene Enright (Vokal) John Blek, wodurch sich eine anmutige melancholisch, lyrisch angehauchte, sehnsuchtsvolle, partielle düstere Färbung des Songs ergibt, welcher ich persönlich sehr gerne gelauscht habe.  

Der irische Musiker John Blek aus dem Cork offeriert dem Höher ein folkloristisch, irgendwie Country Style, partiell mit indianisch klingenden Aspekten (meiner Ansicht nach), angehauchtes Album mit eingängiger, partiell rockig, zumeist jedoch melancholisch, lyrisch, düster klingender Musik mit richtig guten Songtexten. Instrumental, wenn auch leider etwas kurz gehalten, gefiel mir der Track 8 mit dem Title „Newboung“. Es wirkte wie eine Symbiose von zwei Gitarren, bei welcher die eine die andere begleitet. Ansonsten sind die Songs instrumental gesehen eher minimalistisch gehalten. Stimme und Gitarre stehen zumeist im Vordergrund. Die Melodien sind eingängig, partiell ruhig, die Stimme gelegentlich sehr zart, weich (z. B. in „Killing Time“, Track 4, in welchem ich meine Gedanken habe schweifen/treiben lassen konnte). Der Gesang von John Blek und in Track 10 zusammen mit Marlene Enright wird kontinuierlich behutsam phasenweise sehr zart, einfühlsam („Casualty“, Track 9) instrumental umrahmt. Zusätzlich empfinde ich die Klangfarbe der Stimme von John Blek als sehr angenehm, partiell so, als wenn er eine Geschichte erzählt, in sanften, ruhigen, melancholisch,  düster angehauchten lyrischen Kontext, dessen Texte behutsam begleitet. Es zeigt sich erneut, dass John Blek ein gutes Händchen hat, große Gefühle musikalisch umzusetzen und den Hörer somit in seinen Bann zu ziehen.

Wie ich gelesen habe, ist John Blek auch Solo häufiger in Deutschland unterwegs. Leider nicht mehr in diesem Jahr. Aber wem die CD nicht reicht, würde ich empfehlen zu versuchen den musikalischen Tausendsassa zu versuchen auch mal Live zu genießen. 

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