Hell Yeah Hot

Nico Steckelberg   20. August 2017  
Hell Yeah

Musik

Interpret/Band
Format
CD
Anzahl Medien
1
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Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
7,0

Deutschland-Werbung im Ausland funktioniert meist ja nur über Musik gut. KMFDM sind seit vielen Jahren ein Garant dafür, deutsche Musikkultur nach Übersee zu transportieren. „Germany is with you“ sind somit passenderweise auch die einleitenden Worte zum neuen KMFDM-Machwerk „Hell Yeah“. Schon das Cover zeigt den Bezug zum Zeitgeist – ein Selfie eines brennenden Mannes im freien Fall. Mehr Action geht nicht? Doch, musikalisch. Denn „Hell Yeah“ haut von Anfang an rein und geht nach vorn. 
 
Weniger dreckig und weniger Industrial als frühere Werke der Formation, dafür straight, elektronisch, tanzbar, hart. In der Tat, der Dance-Anteil und die Elektronik ist deutlich stärker vertreten als die elektronische Gitarre. Ein bisschen müssen die Herrschaften aufpassen, dass sie nicht ihr USP verlieren. Richtig gut sind die Reggae-Sidekicks. Aber noch ist alles im grünen Bereich und man erkennt KMFDM aus dem Sound und dem Mix der Tracks heraus. Ein bisschen vermisst man vielleicht den Durchbruch zur Andersartigkeit, but so what? You get what you expect: In die Fresse! Auch gern mit aktuellen politischen Bezügen („Fake News“).
 
Anspieltipps: „Total State Machine“, „Rip the System v. 2.0“ und „Shock“
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