Und auf Erden Stille - Staffel 1

Und auf Erden Stille - Staffel 1 Hot

Michael Brinkschulte   31. Januar 2021  
Und auf Erden Stille - Staffel 1

Rückentext

Die 16-jährige Rhiannon lebt mit 200 anderen Überlebenden der Großen Katastrophe tief unter der Erde in einem verlassenen Bergwerk. Mit ihrer Armbrust geht sie tagsüber auf die Jagd nach KLuchsen, Rentieren und Hunden. Als ein Bericht des Informationstrupps Rhiannons verschollen geglaubten Vater anklagt, ein für die Große Katastrophe verantwortliches Virus geschaffen zu haben, wird sie verbannt. Sie darf nur zurückkehren, wenn sie ein Gegenmittel findet. Und so macht  Rhiannon sich auf den gefahrenvollen Weg zu dem Ort, der einmal Manhattan hieß …
 
Die Endzeit-Hörspielserie „UND AUF ERDEN STILLE“ ist das neue Meisterwerk von Jochim-C. Redeker und Balthasar von Weymarn (INTERPLANAR Produktion GbR). Auf einer großen akustischen Leinwand erwarten die Hörer lebensnahe Figuren, intensive Dialoge, spektakuläres Sounddesign, epische Musik und die Antwort auf die Frage, warum „auf Erden Stille“ ist …

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
9,0
Soundtrack 
 
10,0
Aufmachung 
 
10,0
Gesamtwertung 
 
9,4

Wie ist das Hörspiel umgesetzt?
 
Die ab 12 Jahren empfohlene erste Hörspielstaffel bringt auf vier CDs zehn Episoden mit Spielzeiten zwischen 20 und 30 Minuten mit. Insgesamt kommt die Staffel auf 239 Minuten Spielzeit.
 
Die einzelnen Inhaltsangaben zu den Episoden finden die Hörer auf der Rückseite des Poster-Booklets, das im Digipack liegt, welches von einem Schuber umgeben ist. Dort ist auch die 40 Namen umfassende Sprecherliste aufgeführt. Sprecher und Sounddesign bringen der Hörerschaft ein spannendes Erlebnis mit, das ich mir über Kopfhörer gegönnt habe. Die geschaffene Atmosphäre überzeugt und nimmt mit in die Welt nach der Großen Katastrophe.
 
 
Resümee:
 
Protagonistin Rhiannon ist 16 Jahre alt und muss sich in der seit der Großen Katastrophe zurückgeworfenen Welt zurechtfinden und behaupten. Die Menschheit wurde durch ein Virus dezimiert, das auch heute noch seine Wirkung auf die männlichen Überlebenden ausübt. So sterben diese früh.
Rhiannon lebt in einer Siedlung, in der sie mit ihrer inzwischen verstorbenen Mutter aufgenommen wurde. Täglich muss sie für Nahrung sorgen und sich mit der Sicherung der im Bergwerk untergebrachten Siedlung befassen. Dabei sind Konflikte an der Tagesordnung.
Als Rhiannon aus der Gemeinschaft ausgestoßen wird, da in gefundenen Dokumenten eine angebliche Beteiligung ihres Vaters an der Erschaffung des Virus angedeutet wird, verlässt sie ihre neue Heimat. Zum Glück findet Sie Begleitung, doch schockierende Ereignisse sorgen immer wieder dafür, dass Rhiannon auf sich allein gestellt ist.
 
 
Die wendungsreiche Endzeit-Hörspielstaffel zeigt der Hörerschaft eine Protagonistin, mit der man von Beginn an mitfiebert. Die düstere Grundstimmung wird im Verlauf durch in einzelnen Episoden eingebrachte Rückblicke in die Zeit vor der Großen Katastrophe zeitweise aufgebrochen, um durch die geschilderte Entwicklung der Situation hin zur Katastrophe, dem Hörer Einblicke zu geben, warum die aktuelle Situation ist, wie sie ist.
 
Diese erste Staffel habe ich in einem Rutsch gehört und das aus einem ganz einfachen Grund: Der Inhalt fesselt und lässt den Hörer nicht los. Das fußt einerseits auf der Geschichte selbst und wird von guten Sprecherleistungen und dem passenden Soundgewand bestens abgerundet. Natürlich gibt es bestimmte Strukturen in der Story, die an andere Endzeit-Stories erinnern, doch dies ist nur normal. Die gebotene Story erweist sich als schlüssig sowie spannend und darauf kommt es an.
Am Ende steht man mit einem kleinen Zwischenergebnis zumindest in Teilen in der Neugier befriedigt, doch bleiben viele Fragen offen, auf die es, in der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lassende zweiten Staffel, Antworten gegeben wird.
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