... und die Zeitreisende

... und die Zeitreisende Hot

Nico Steckelberg   15. August 2018  
... und die Zeitreisende

Rückentext

Was hat es mit dem geheimen Zeitreise-Experiment von Quentin Kurtz auf sich? Weshalb wurden er und seine Tochter Aurora vom CIA gesucht? Und wohin verschwanden die beiden vor mehr als 30 Jahren spurlos? Als die drei ??? sich dieses mysteriösen Falles annehmen, scheinen die Gesetze der Logik außer Kraft zu treten: Denn plötzlich steht die verschollene Aurora leibhaftig vor ihnen - ohne auch nur einen Tag gealtert zu sein ... 

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
8,0
Soundtrack 
 
9,0
Aufmachung 
 
10,0
Gesamtwertung 
 
8,6

So wirklich berauschend war das Theaterstück nicht, das sich Justus, Peter und Bob im kleinen Stadttheater ansehen. Viel interessanter hingegen das Verhalten der Hauptdarstellerin die – wie Justus aufmerksam wahrnimmt – zum Ende der Veranstaltung einen Schock erleidet. Was ist passiert? Die drei ??? interviewen sie. Offenbar gibt es nicht nur Intrigen des Ensembles gegen sie, sondern sie hat noch eine äußerst interessante Vergangenheit. Ihre kleine Tochter sei vor vielen Jahren im Kindheitsalter mit ihrem Mann „in der Zeit verschwunden“. Kann das sein? Hat ihr Mann tatsächlich eine Zeitmaschine erfunden? Sie ist überzeugt davon, die drei ??? sind naturgemäß skeptisch. Bis ein Zeitungsartikel erscheint mit einer Aufnahme des Theaterpublikums. Und dort sind nicht nur Justus, Peter und Bob zu erkennen, sondern auch die zeitreisende Tochter – unverändert und in dem Kleid, in dem sie vor vielen Jahren verschwand.

André Minninger – der Mann, der für den guten Sound der Drei ???-Hörspiele sorgt, hat auch diese Story zur Serie beitgetragen. Als Hörer denkt man unvermittelt: Tja, lieber André, wie kommst du aus der Nummer wieder raus, ohne dass die Geschichte an den Haaren herbeigezogen wirkt? Dies vorab: Er schafft es! Schafft es sogar so charmant, dass insbesondere das Ende noch mal einen echten kleinen Knalleffekt beinhaltet. Das mag bei einigen Fans vielleicht sauer aufstoßen, meiner Meinung nach ist es genau das innovative Denken, das der Serie von jeher guttat. Jetzt habe ich verdammt viel verraten, ohne etwas zu verraten. Ich empfehle jedem, sich das mal selbst anzuhören.

Sprechertechnisch ist „Die Zeitreisende“ gut, aber auch etwas bunt. Bunt, da „Theaterschauspieler“ hier natürlich entsprechend ihre Rollen so stark überspielen, dass sie auch als Schauspieler wahrgenommen werden. Das gefällt nicht jedem. Positiv hervorheben möchte ich Lutz Mackensy, der eine sehr solide Nebenrolle spricht. Klasse! Rosemarie Wohlbauer könnte man sich hingegen auch gut als „Lady Bedfort“ vorstellen, eine ähnliche Rolle spielt sie hier auch in dem zu Anfang gezeigten Theaterstück. Weitere Gäste sind unter anderem Katja Brügger (mit mexikanischem Akzent), Andreja Schneider, Susanne Wulkow und Enie van de Meiklokjes. Ich mag auch den Soundtrack sehr, der diesmal eine längere Passage des instrumentalen „Masters of the Universe“-Soundtracks beinhaltet und bei Kassettenkindern der 80er unvermittelt eine Gänsehaut hervorruft.

Fazit: Dies wird immer eine besondere Folge bleiben, und für meinen Geschmack eine, die man sich öfter als einmal anhören kann, und die nicht nach dem ersten Hören für immer in der Sammlung verschwindet. Schickes Titelbild, by the way.
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