...und der verschollene Pilot

...und der verschollene Pilot Hot

Nico Steckelberg   19. Oktober 2013  
...und der verschollene Pilot

Hörspiel

Serienname
Folge Nr.
163
Hörspiellabel/Verlag
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
1
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Rückentext

Eigentlich sollen die drei ??? für Onkel Titus nur ein Auto überführen. Doch der dichte Nebel in den Bergen zwingt sie, sich dort eine Unterkunft zu suchen. Ein seltsamer Pick-up-Fahrer führt sie zu einem heruntergekommenen Hotel ohne einen einzigen Gast. Bald geschehen seltsame Dinge, die nur eins bedeuten können: Das Hotel birgt ein Geheimnis ...

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
9,0
Soundtrack 
 
9,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,6

Kann ein gutes Hörspiel wirklich mit nur 5 Sprechern und einem Erzähler auskommen? Und dann noch ein Die drei ???-Hörspiel, wo es doch sonst meistens bei dieser Serie vor interessanten Gestalten nur so wimmelt? Ben Nevis zeigt uns, dass das sehr gut klappen kann! Ihr neuer Fall „…und der verschollene Pilot“ spielt abseits von Rocky Beach, ja, sogar Abseits von jeglicher Zivilisation. Hier finden sie Unterschlupf in einem alten, verlassenen Hotel. Wobei, ganz verlassen ist es nicht. Der kauzige Eigentümer hat offenbar mehr als nur eine Schraube locker. Er wirkt zunehmend gefährlich. Die Streitigkeiten mit seinem Nachbarn Catman, der jedoch so gut wie nie auftaucht, mach die Sache nicht besser. Als die drei ??? sich dann auf die Suche nach einem Flugzeugwrack machen, auf das Zeitungsartikel im Hotel hinweisen, geraten die drei Detektive von einer Schnitzeljagd direkt in eine tödliche Situation.

Ben Nevis greift hier mächtig in die Retro-Kiste. Der Fall beginnt ein wenig wie „Master of Chess“, weist dann deutliche „Gespensterschloss“-Situationen auf, hat ein kluges, klassisch anmutendes Rätsel und hat sogar einen verkleideten Widersacher, der wie ein tanzender Teufel, roter Pirat oder Java Jim aus dem Nichts auftaucht und angreift. Und am Ende gibt es eine schöne Aufklärung, die man zwar schon ein wenig ahnt, die aber trotzdem dank Stephan Benson als Sprecher der tragenden Figur voll zur Geltung kommt. Außerdem gibt es eine kleine homoerotische Szene zwischen Bob und Peter, die die Verschwörungstheoretiker unter den Serienfans begeistern wird.

Eigentlich wäre der Fall sogar ohne Holger „Inspektor Cotta“ Mahlichs Auftriftt am Ende ausgekommen, aber er hilft bei der Zusammenfassung der Indizien und ist somit erzählerisch eine gute Stütze. Der Soundtrack ist Spitze, er passt super zur Atmosphäre des Falls und fügt sich prima in die Geräuschkulisse ein.

Schöner Fall. Aufs Wesentliche reduziert und gerade deswegen gut.

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