... und der Meister des Todes

... und der Meister des Todes Hot

Nico Steckelberg   16. Juli 2012  
... und der Meister des Todes

Rückentext

Das alte Haus an der Küste hat einst einem Marionettenspieler gehört. Der perfekte Drehort für ihren Horrorfilm, finden die drei ??? und ihre Kollegen aus dem Filmkurs. Schließlich hängen die unheimlichen Puppen immer noch an den Wänden. Als es in ihrer Nähe zu mysteriösen Ereignissen kommt, glauben Justus, Peter und Bob zunächst nicht an Magie. Doch dann gerät ausgerechnet einer der Detektive in den Bann einer düsteren Macht. Haben die Marionetten ihre Finger im Spiel? Oder zieht jemand anderes im Hintergrund die Fäden?

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
9,0
Soundtrack 
 
8,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,4

Zunächst klingt „Die drei ??? und der Meister des Todes“ nach einer relativ normalen Kost für Drei ???-Fans: Ein Filmprojekt, ein einsames Haus, das einmal einem Puppenspieler gehörte, und Stimmen, die aus dem Nichts erschallen. Allerdings entwickelt sich der Fall zu einer bedrohlichen Ausnahmesituation mit furiosem Showdown.

Kari Erlhoff hat mich zuletzt mit ihrer Sherlock-Holmes-Folge begeistert, und auch bei der vorliegenden Episode 155 gelingt es ihr, den Geist der frühen Folgen der Serie wieder ein wenig zu kitzeln. Insbesondere die abschließende Szene, in welcher Peter gezwungenermaßen im verdreckten und gefährlichen Swimmingpool tauchen muss, erinnert stark an den „Karpatenhund“. Vor allem aber die Ungewissheit darüber, wer gut und wer böse ist – sprich: die tatsächlichen Rollen der Geschichte – bleiben bis zum Schluss im Unklaren.

Die Sprecher agieren prima. Ein wenig blass erscheint mir Christian Stark als Zack Martin. Rainer Fritzsche hingegen spricht seine Rolle etwas zu überzogen fies. Gisela Fritsch (alias Judi „M“ Dench) brilliert mit ihrer Grande-Dame-Stimme, während Julia Hummer frischen Wind mitbringt und sehr angenehm zu hören ist.

Der Soundtrack ist ebenso angenehm. Es gibt viele Gitarrenriffs, die auf Atmosphäre setzen und nicht so sehr durch Melodie ablenken. Und natürlich dürfen auch die bedrohlichen klassischen Europa-Streicher-Arrangements nicht fehlen.

Unterm Strich eine gelungene Folge – klar über dem Durchschnitt –, die vor allem deswegen überzeugt, weil sie überrascht.

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