... und der Dolch im Rücken

... und der Dolch im Rücken Hot

Nico Steckelberg   15. Juni 2013  
... und der Dolch im Rücken

Rückentext

Als Irene Yates die finstere Gestalt über den Gräbern sieht, ahnt sie bereits, das Unheil in der Luft liegt. Denn immer wenn die Schwarze Lady auftaucht, gibt es in naher Zukunft einen Toten. Und tatsächlich entdeckt der alte Kirchendiener Lasky kurze Zeit später eine Leiche, die auf einer der Bänke kniet - mit einem kostbaren Dolch im Rücken. Lady Bedfort geht der Sache nach und stößt schon bald das Motiv: Einen Kunstraub, der viele Jahre zurückliegt, aber bis heute aktuell ist. Kann die alte Dame weitere Morde verhindern?

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
9,0
Soundtrack 
 
7,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,0

So reißerisch und makaber der Titel „Lady Bedfort und der Dolch im Rücken“ auch klingen mag, der Fall, der sich dahinter verbirgt, hat es in sich. Der Rückentext hält bereits jede Menge Infos parat. Das besondere an dieser Folge ist, dass der Autor Marc Freund die Beteiligten des Raubs in klassischer Agatha-Christie-Manier umkommen lässt, einen nach dem anderen, bis irgendwann kaum noch jemand übrig bleibt und es auch in Sachen Motiv eng wird.

Folge 64 ist der Serie ist eine gut durchdachte Krimigeschichte, die mich anfangs persönlich nicht ganz so gut gepackt hat wie die vorherige Episode, was vermutlich am eher klassischen Setting im Vergleich zur Internet-Liebschaft der Folge 63 liegt. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt.

Die Folge lebt besonders von der guten Sprecherauswahl. Allein das Polizisten-Duo Santiago Ziesmer und Bodo Wolf ist ja immer ein Garant für launige Krimiunterhaltung. Und mit Jürgen Thormann (alias „Michael Caine“) und Michael Pan (alias „Brent ‚Data‘ Spinder“) in Nebenrollen wurden dann noch zwei ganz großartige Hörspielinterpreten engagiert. Super gefiel mir wieder Luisa Wietzorek, die wir bereits aus der vorherigen Episode (aber in anderer Rolle) kennen. Iris Artajo sorgt für einen spannenden Showdown.

Die Musik von Dennis Rohling (der als „Max“ erneut in Erscheinung tritt und dessen Rolle nach und nach wieder eingeführt wird in die Serie) wird gut eingesetzt und unterstützt die Szenen dramaturgisch. Zwischendurch fand ich die Mischung ein wenig zu leise. Die Geräusche sind gut ausgewählt und passend eingesetzt, da will ich gar nicht meckern.

„Der Dolch im Rücken“ ist eine straighte, gute Krimigeschichte mit einem kleinen Überraschungseffekt am Ende.

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