Sterben kann jeder Hot

Nico Steckelberg   14. Februar 2016  
Sterben kann jeder

Rückentext

Ein Arzt beunruhigt seine Patienten mit seinen Diagnosen - ernsthafte Erkrankungen, die langwierige und teure Behandlungen nach sich ziehen. Eines Tages wird er tot aufgefunden.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
9,0
Soundtrack 
 
8,0
Aufmachung 
 
--
Gesamtwertung 
 
8,8

Ein Arzt mit kreativen Diagnosen – und plötzlich liegt er erschlagen am Wegesrand. Die Suche nach dem Motiv führt die Ermittler Finkbeiner (Ueli Jäggi) und Nina Brändle (Karoline Eichhorn) in die Gemeinschaftspraxis. Das macht es kompliziert für ihren Kollegen Jörger, denn er ist hier Patient und möchte um alles in der Welt vermeiden, dass seine Kollegen Wind bekommen von der Diagnose, die ihm selbst gestellt wurde. Eine Diagnose, die ihn zum radikalen Umdenken in Sachen Lebensführung verleitet: Er macht Brändles Nichte Tina einen Heiratsantrag. Und alles wird kompliziert.

Hugo Rendler schickt das Stuttgarter Radio-Tatort-Team in seinen neuesten Fall. Typisch für Rendlers Krimis sind die verschiedenen Ebenen, auf denen die Story wirkt: Der kriminalistische Part ist dabei nur die halbe Miete. Insbesondere die Interaktionen und kernigen Dialoge der Figuren, die zwischenmenschlichen Konflikte, Emotionen und der allgegenwärtige trockene Humor machen „Sterben kann jeder“ zu einem tollen Tatort.

Das Hörspiel klingt sehr authentisch, beinahe wie die „imaginäre Filmspur“ eines TV-Tatorts. Hier haben Regisseur Mark Ginzler und sein Team gute Arbeit geleistet. Die musikalische Untermalung von Ulrich Bassenge wird dabei durch Original-Tracks von Queen ergänzt. Cool!

Das Hörspiel läuft noch bis morgen im ARD-Hörfunk und danach in der ARD Mediathek.
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