Die blutenden Bilder Hot

Nico Steckelberg   30. Mai 2013  
Die blutenden Bilder

Rückentext

Dreizehn geheimnisvolle Bilder sorgen auf dem Schrottplatz von Justus' Onkel Titus für allerhand Aufregung. Als sich eine ganze Reihe von zwielichtigen Gestalten für die Gemälde interessiert wittern die drei ??? einen Fall. Zu dumm, dass einige der Bilder bereits spurlos verschwunden sind. Justus, Peter und Bob müssen sich bei ihrer Suche beeilen, denn Rocky Beach wird von einem hinterhältigen Erpresser heimgesucht, der es ausgerechnet auf Kunstwerke abgesehen hat und eine mysteriöse Spur hinterlässt.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
9,0
Soundtrack 
 
7,0
Aufmachung 
 
9,0
Gesamtwertung 
 
8,2

Ein „Bildermörder“ treibt sein Unwesen in Rocky Beach. Jemand, der nicht nur kriminelle Energie aufweist um sich ein paar Dollar zu erpressen, sondern der selbst auch gern künstlerisch tätig wird. Wer das Lösegeld für die entführten Porträts nicht zurück zahlt, erhält das Bild blutend und mit schmerzverzerrtem Gesicht zurück. Doch das ist nicht der einzige Fall, an dem Justus, Peter und Bob zu knacken haben. Offenbar diente das Gebrauchtwarecenter T. Jonas als Umschlagplatz für gestohlene Gemälde aus der Art Gallery Hall. Doch auch hinter diesem zweiten Fall steckt noch ein dritter… ein verstecktes Element.

Kari Erlhoffs neueste Hörspiel-Episode „Die blutenden Bilder“ kann auf ganzer Linie überzeugen: Die Story ist frisch, mehrere Erzählstränge finden am Ende zu einander. Es ist ein Fall, der nicht viel Trara braucht, das zentrale Element ist einfach aber effektvoll. Darüber hinaus schafft Kari es außerdem noch eine kleine Hommage an einen alten Fall („… und die rätselhaften Bilder“) in ihre Story einzubauen, ohne dass es auch nur in irgendeiner Weise erzwungen wirken würde. Klasse! Dass es die eine oder andere witzige Szene gibt, steht außer Frage (Beispiel: Jens Warzceck besorgt nach einem sehr lauten und aufgeregten Telefonanruf von Andreas Fröhlich: „Justus, denkst du, Bob ist taub?“). Auch die anderen Sprecher sind prima gewählt. Guido A. Schick darf diesmal als schusselige Schrottplatz-Aushilfe Brock debütieren. Harald Dietl macht auch einen tollen Sprecherjob als Mr Greenwald.

Die Musik ist stark gemischt, es sticht kein musikalisches Thema besonders hervor. Ein wenig fehlt mir hier der rote Faden. Schlecht ist es nicht, aber der eindeutige musikalische Stempel fehlt leider. Das Cover hingegen passt wie die Faust aufs Auge, tolle Arbeit von Silvia Christoph.

Fazit: „Die blutenden Bilder“ ist eine sehr runde Folge.

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