Der Tag an dem man die Sonne stahl (Teil 1)

Der Tag an dem man die Sonne stahl (Teil 1) Hot

Michael Brinkschulte   15. November 2014  
Der Tag an dem man die Sonne stahl (Teil 1)

Rückentext

Die unerträgliche Hitze, die stickige Luft der letzten Tage hat die Menschen streitsüchtig gemacht, jeder hofft auf die ersehnte Abkühlung. Unvermittelt fällt das Thermometer. Schwarze Wolken schieben sich über den Himmel. Ein Gewitter entlädt sich und der Tag weicht flüchtig einer Nacht. Während dieses tosenden Unwetters wird ein junges Mädchen vor den Schloss-Arkaden in Braunschweig grausam ermordet. Niemand hatte etwas gesehen. Die Menschen waren nur damit befasst, sich vor dem niedergehend Hagel und der drohenden Gewitterwand in Sicherheit zu bringen.
Der ermittelnde Hauptkommissar, Michael Wendhaus, weiß sofort was hier passiert ist. Es muss der Mörder sein, den er sein ganzes Berufsleben lang so verzweifelt jagt. Eine Spur aus Blut zieht sich entlang der A2, doch seine Ermittlungen führen ihn immer wieder ins Leere. Mehr aus Verzweiflung und unter dem Druck seiner Vorgesetzten, bitte er seinen alten Freund und Zimmergenossen aus Studiums Zeiten nach Braunschweig.
Alexander Helweg, ein angesehener Blut -und DNA Analyst mit eigenem Labor in Berlin, sieht sofort, worauf der Hauptkommissar hinaus will. Vor 25 Jahren ermittelten beide Hand in Hand an einem vergleichbaren Fall. Doch der Analyst sieht keinen Zusammenhang. Es kommt zum Streit in dessen Verlauf Michael eine Akte mit der Aufschrift >Frank< an Axel übergibt. Zurück in Berlin nimmt Axel sich die Akte seines Freundes wieder zu Hand. Es ist eine exakt geführte Datei über vermisste Personen, sortiert nach bestimmten Merkmalen und fünf Opfern, die nach dem gleichen Muster getötet worden sind. Alexander Helweg ist erneut bereit, seinem Freund zu helfen. Die Ermittlungen laufend schleppend und jeder Schritt nach vorn endet in der Vergangenheit.
Wo sind die Verbindungen? Wer ist dieser Frank, dessen Namen eines der Opfer in seinen Terminkalender geschrieben hat, ist das Wetter der Schlüssel? Und der Killer ändert seine Taktik, spürt, dass man ihm auf den Fersen ist. Können die beiden Ermittler sein jüngstes Opfer vor dem sicheren Tod bewahren?

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
8,0
Soundtrack 
 
8,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
8,0

Wie ist das Hörspiel umgesetzt?

93 Minuten Spielzeit bietet dieser erste Teil einer Doppelfolge aus der Serie ‚Schrei der Angst‘. An der Umsetzung sind elf Sprecher beteiligt. Hauptsprecher ist Detlef Bierstedt, der die Rolle des Erzählers und des Alexander Helweg in Personalunion ausfüllt. Darüber hinaus sind bekannte Namen wie Harald Dietl und Dietmar Wunder mit an Bord.
Die Soundgestaltung mit Musik und Geräuschen ist angepasst und baut eine Spannende Atmosphäre auf.
Die Gestaltung von Booklet etc. kann ich nicht beurteilen, da mir diese zur Rezension nicht vorliegen.

Resümee/Abschlussbewertung:

Blicke in die Abgründe von Menschen gewährt dieser erste Teil der Doppelfolge. Ein Mord als Auslöser für Ermittlungen, psychisch gestörte Protagonisten, die mit selbstzerstörerischem Verhalten schockieren, um dann auch andere Menschen zu attackieren.

Schon die in den vergangenen Jahren veröffentlichten Folgen der Reihe ‚Schrei der Angst‘ beschäftigten sich mit abweichendem Verhalten und psychopathischen Persönlichkeiten. Das vorliegende Hörspiel, stellt eine inszenierte Lesung dar, die passagenweise eher als Hörbuch bezeichnet werden kann. Detlef Bierstedt bestreitet längere Passagen allein und durch die eingebundenen Dialogsequenzen baut die Produktion eine düstere Spannung auf, bei der der Hörer mehr Einblicke bekommt, als die Ermittler haben. Düster und mit einer überraschenden Wende am Ende, auf die ein Cliffhanger folgt, kommt diese Folge daher und fesselt den Hörer, sodass dieser ohne eine Pause durchhören will.

Eine perfekt in die Serie passende Folge, die auf eine baldige Fortsetzung hoffen lässt, damit man als Hörer erfahren kann, wie sich der Fall weiter entwickelt.

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