Das Auge des Drachen / Die Villa der Toten / Auf tödlichem Kurs

Das Auge des Drachen / Die Villa der Toten / Auf tödlichem Kurs Hot

Nico Steckelberg   15. August 2018  
Das Auge des Drachen / Die Villa der Toten / Auf tödlichem Kurs

Rückentext

113:  Ein markerschütternder Hilfeschrei hallt durch den Wald. Als Justus, Peter und Bob sich alarmiert auf die Suche machen, finden sie ein kleines Mädchen, das zitternd in den Himmel zeigt: "Es... es war ein Drache! Ein Drache hat mich angegriffen!" Kurze Zeit später schwebt tatsächlich ein seltsames Tier hoch oben in den Wolken. Eine optische Täuschung? Oder gibt es doch Dinge zwischen Himmel und Erde, die rational nicht erklärbar sind? Die drei Detektive aus Rocky Beach müssen bei ihren Ermittlungen zu diesem Fall sehr genau hinsehen und machen die Erfahrung, dass man selbst den eigenen Augen nicht immer trauen kann... 

114:  Der Auftrag der Anruferin scheint reichlich merkwürdig, aber leicht zu erfüllen zu sein: Die drei ??? sollen beweisen, dass es in der Villa einer berühmten, verstorbenen Opernsängerin nicht spukt. Doch es kommt, wie es kommen muss. Bei dem halbherzigen Versuch, den nicht vorhandenen Geist während einer Séance zu rufen, antwortet dieser tatsächlich! Und die tote Sängerin erklärt, dass ihr Tod kein Unfall war, sondern dass sie ermordet wurde. Plötzlich ermitteln Justus, Peter und Bob im Auftrag eines spukenden Geistes und werden in ein gefährliches Intrigenspiel verwickelt. Hätten die drei Detektive diesen Fall doch besser an die Polizei abgeben sollen? 

115:  Die drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach stehen vor einem Rätsel: Wer könnte Interesse an dem wertlosen Ölbild haben, das ihrem alten Freund, Kommissar Reynolds, entwendet wurde? Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Bild, auf dem die Segelyacht "Gwendolyn" Zu sehen ist? Die Ermittlungen führen Justus, Peter und Bob unversehens in ein gefährliches Abenteuer. 

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
9,0
Soundtrack 
 
9,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,4

Das Auge des Drachen:
Ein kleines Mädchen, das einen Drachen gesehen hat. Eine alte Frau, die im Wald wohnt. Ein versteckter Schatz. Ein undurchsichtiger Arzt und seltsame Bilder, auf denen manche Menschen mehr sehen als andere. Das alles sind die Zutaten für ein Drei-???-Abenteuer der besonderen Art. Ein ruhige aber spannende und vor allem intelligente Story aus der Feder von André Marx. Neben den Hauptrollen sind besonders Gisela Trowe und die junge Madeleine Weingart zu erwähnen. Der Soundtrack ist ebenfalls gelungen.

Die Villa der Toten:
Ins Reich der Toten entführt uns das 114. Abenteuer der drei Detektive aus Rocky Beach: In die Villa der Toten. Die Tote, der einst das prachtvolle Haus gehörte, eine Opernsängerin, kam bei einem tragischen Unfall ums Leben. Ihre drei Freundinnen leben fortan in der Villa. Der Auftrag, den sie für die drei ??? haben, ist ungewöhnlich: Sie sollen Beweisen, dass es in dem alten Haus nicht spukt. Mittels einer „gefaketen“ Seance, bei der Tante Mathilda als Medium aushilft, möchten sie diese Aufgabe lösen. Doch als sich plötzlich der Geist der Sängerin meldet, wird der Fall schlagartig interessant. Die Story dreht den Spieß einmal um. Zu beweisen gilt, dass etwas NICHT existiert. Bislang war dies immer umgekehrt. Es freut mich sehr, dass viele der neuen Folgen wieder einen Schwenk in die Vergangenheit machen. Will heißen: Eine Mystery-Story entpuppt sich langsam aber sicher als Kriminalfall. Mit vielen Verdächtigen und Männern, die durchs Fenster starren und durch einen Blitzschlag plötzlich für kurze Zeit sichtbar werden. Das sind echte Hitchcock-Elemente. Allerdings: Mit einigen High-Tech-Ambitionen (Stereoanlage mit Equalizer, Digitalkamera etc.). Storymäßig zwar nichts wirklich Neues, aber durchaus repräsentativ für die Serie. Guter Soundtrack, gute Sprecher, prima Atmosphäre.

Auf tödlichem Kurs:

Ein Wiedersehen mit ihrem alten Freund Kommissar Reynolds erwartet Die Drei ??? in ihrem neuesten Abenteuer. Allerdings entwickelt sich erst im Verlauf der Geschichte der Fall, in dem sie ermitteln. Im Mittelpunkt: drei Gemälde, die jeweils drei Schiffe zeigen. Alle drei Bilder wurden vor langer Zeit einmal bei Titus Jonas‘ Gebrauchtwarencenter verkauft. Eines davon haben Justus, Peter und Bob eines Reynolds zur Pensionierung geschenkt. Kurz nachdem ein mysteriöser Mann mit mexikanischem Akzent das Bild des Kommissars kaufen möchte, wird bei ihm eingebrochen und – na klar – das Bild ist nicht mehr da. Doch auch auf dem Schrottplatz passieren plötzlich ungeheuerliche Dinge. Ein Fremder hat sich unerlaubt Zugriff zu Onkel Titus‘ Kundenarchiv verschafft und die Karteikarten gestohlen, auf denen die Verkaufsinformationen der anderen beiden Gemälde verzeichnet waren. Was ist so wertvoll an diesen Bildern? Ein Rätselraten und Indizien-Sammeln beginnt. Die Story ist von Ben Nevis, dem Autor, der mit Drei-???-Folgen wie „Todesflug“ oder dem „Tal des Schreckens“ teilweise sehr übertriebene und unglaubwürdig-abgedrehte Geschichten erfand. Diesmal aber hat er eine richtig gute Story geschrieben. Denn „Auf tödlichem Kurs“ ist spannend, bietet viele verschiedene Charaktere, man darf miträtseln und - was ich am besten finde - es gibt noch eine tolle Überraschung am Schluss. Das Ganze erinnert unheimlich an die Drei-???-Folgen der 80er-Jahre. Auch die Miteinbindung einer bis dato „stillgelegten“ Person (Kommissar Reynolds) klappt vorzüglich und wirkt nicht aufgezwungen. Prima! Der Kommissar wird gesprochen von Wolfgang Draeger (bekannt als ehemaliger Kommissar Glockner von TKKG). Leider ist Horst Frank einige Jahre vor Aufnahme der Episode verstorben. Gern hätte ich ihn noch ein letztes Mal gehört. Aber Draeger macht das ebenfalls unheimlich gut.
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