...und die Teufelsgestalt [in Eschwege]

...und die Teufelsgestalt [in Eschwege] Hot

Tanja Trawny   24. Februar 2017  
...und die Teufelsgestalt [in Eschwege]

Rückentext

Die jungen Detektive
Basierend auf echten Sagen an realen Orten
Nach einer Erzählung von Florian Quanz

Eigentlich könnte man annehmen, Meisterdetektive hätten im beschaulichen Städtchen Eschwege ein ruhiges Leben. So ist es auch, bis Robert im Dunkel der Nacht plötzlich ein rotes Lichte aufflackern sieht - unweit des Nikolaiturmes, dessen Türmerin dort zeitgleich den leibhaftigen Teufel gesehen haben will.
Roberts Spürsinn ist geweckt. Gemeinsam mit seiner Schwester Emma und ihrem Hund Figo begibt er sich auf Spurensuche. Als sie auf ein Buch mit alten Sagen stpßen, wird die Geschichte immer rätselhafter. 
Ist es etwas möglich, dass Sagen Wirklichkeit werden? Müssen es die jungen Detektive nun tatsächlich mit dem Teufel persönlich aufnehmen?

Spielzeit ca. 73 Min.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
9,0
Soundtrack 
 
8,0
Aufmachung 
 
10,0
Gesamtwertung 
 
8,8

 Mit der neuen Hörspielserie Die jungen Detektive für Kinder ab sechs Jahren werden den Kindern die Sagen, welche unsereins noch in den Kindertagen von unseren Großeltern erzählt wurden und welchen wir (ich jedenfalls bei meinem Opa) gern gelauscht haben, schmackhaft verpackt in einer kriminalistischen Geschichte eingebettet offenbart.
Und was mir besonders gut gefiel, Interesse an weiteren Sagen geweckt.

Bevor ich auf die erste Folge und Geschichte der beiden jungen Detektive Robert und Emma und ihrem Hund Figo eingehen werde, möchte ich zunächst darauf verweisen, dass das Konzept, Kindern die Geschichte ihrer oder anderer Städte, die daraus resultierenden Sagen näher zu bringen, mit sehr gut gefällt. Auch wenn es bestimmt viele Kritiker gibt. Ist gewagt, aber, wie ich finde, schön umgesetzt!

Die Ilustrationen auf dem Cover sowie im Booklet weisen eine Liebe in Detail auf. Sei es der Nikolaiturm oder auch die gruselige, wie ein teulfeaussehende Maske an der Wand bei Willi, den skizzierten Stadtplan von Eschwege, auf welchem der Hörer die Wege der Kinder erstens nachverfolgen kann und zweitens, wenn er sich selbst in Eschwegen auf die Spurensuche begeben möchte, nutzen kann, sowie einem Zitat aus dem Sagenbuch "Sagen-und Märchenland Nordhessen".

Die beiden jungen Detektive haben sich selbst auch dieses Buch beim Buchhändler zugelegt und fleissig darin gelesen. Vielleicht weckt es ja auch bei den jungen Zuhören zunehmend das Interesse, sich dieses Buch, was für die Kids heute ja eher "old school" sein dürfte, zu lesen und sich über ihre eigene Heimat mehr wieder zu interessieren.
Würde mich selbst freuen und war bestimmt auch eine kleine Intention der Macher dieser neuen Hörspielreihe!

Zur Geschichte selbst:

Sie ist kindgerecht portioniert. Nicht zu schnellebig, nett umgesetzt und erinnert phasenweise vom Soundtrack her an die fünf Freunde. Der Text des Soundtrack zu beginn und auch zum Schluss passt gut, die Melodie in ansprechend. Phasenweise hätte ich selbst den Sprechgesang etwas anders gestaltet (passt manchmal nicht ganz zur Meldodie der Text bzw. die Art des Gesangs). Jedoch ist das eher Geschmackssache.

Die beiden Hauptprotagonisten Robert und Emma werden durch ihre Sprecher Jannik Endemann und Theresa Underberg wunderbar zum Leben erweckt und zubeginn sehr amüsant vorgestellt ;o) Musste schmunzeln. Ich denke, dass sich da einige Kinder, vor allem wenn sie Geschwister haben, idarin etwas wiederfinden werden.

Zum kriminalistischen Vorgehen der beiden Kinder:
Robert, dessen Vorbild selbst Sherlock Homes zu sein scheint, laut der Erzählerin, lebt zunehmend in seiner Rolle als Detektiv auf und zieht seine Schwester Emma mit in seinen Bann. Sie recherchieren ganz genau, wägen unterschiedlcihe Aspekte ab und bleiben, vor allem Robert, wachsam, wodurch Robert etwas aufgefallen war, was dazu führte, dass die beiden ihren ersten Fall und Gefahren (eingeschlossen im Nikolaiturm) und   auch mit einem Schrecken (entdecken einer teufelsgleichen Maske), lösen.

Fazit:
Mir persönlich gefällt die neue Reihe sehr gut. Was evtl. auch an den Sagen selbst liegt. Jedoch auch das die Erzählerin Rita Russek ist, dessen weiche Stimme ich schon immer bei der TV-Serie Wilsberg gerne lausche und mich schmunzeln lässt, wenn sie wieder über ihren langjährigen Freund schimpft, fand ich sehr gut gewählt.
Gleichfalls ist der Spannungsaufbau, gerade weil es für Kinder ab 6 Jahre schon sein soll, nicht zu dynamisch gewählt, auf die einzelnen Sagen wird erklärend eingegangen, so dass auch die jüngsten unter Euch der Geschichte ohne weiteres folgen können, ohne von zuviel Schnickschnack abgelenkt zu sein. 
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