Roter Drache 222

Nico Steckelberg   14. Dezember 2022  
Roter Drache 222

Rückentext

Staunend lesen Tim, Karl, Gaby und Klößchen in der Zeitung, dass ein Brieftaubenzüchter aus der Millionenstadt seine wertvollste Renntaube für rekordverdächtige 500.000 Euro an eine geheimnisvolle, chinesische Millionärin verkaufen will. Doch schon kurze Zeit später wird der kostbare Vogel gestohlen. Sehr bedauerlich, da der Taubenzüchter die gesamte Kaufsumme der Organisation "Coming Home" spenden wollte, um Kindern ohne Zuhause einen Internatsplatz zu finanzieren. TKKG nehmen ihre Ermittlungen auf und finden schnell erste Verdächtige. Das Auftauchen eines Erpresserbriefes bringt schließlich eine heiße Spur! Tim folgt ihr und sitzt schließlich in der Falle...

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
7,0
Soundtrack 
 
8,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
7,6

Taubenzüchten, das ist ein waschechtes Relikt aus analogen Jahrzehnten. Wer viel Phantasie hat, mag sich ein Original-Stefan-Wolf-Hörspiel aus den 80ern im Taubenzüchter-Millieu vorstellen. Was wäre das schön gewesen. Aber wir haben die 20er und statt des lang verstorbenen Stefan Wolf schreibt Martin Hofstetter die Geschichte.
Und Taubenzüchter sind hier nicht die komischen, schmierigen “Vögel”, die mit Hilfe der gefiederten Freunde Erpresserbriefe oder Falschgeld ins Internat schmuggeln. 
TKKG 2022 machen erst einmal darauf aufmerksam, dass es so etwas wie Tierschutz gibt. Und wer sich aggressiv gegen Tauben stellt, der bekommt es mit der Bande zu tun.

Die Story der 222. Schnapszahl-Folge von TKKG heißt “Roter Drache 222” und hat recht wenig mit Hannibal Lecter zu tun, Dafür geht es um teure Renntauben, deren Marktwert den wertvollsten Koi-Karpfen die Schamesröte ins Schuppengesicht treibt. Eine Geschichte ohne große Schnörkel, und leider ohne sonderlich starken Spannungsaufbau. Sie lebt von den unterschiedlichen Locations und davon, dass man nicht von Vornherein alle verdächtigen Personen ausschließen kann.

Das Sprecherensemble ist gut gewählt und tobt sich in den Rollen aus. Manchmal etwas zu stark für meinen Geschmack. Es wirkt hier und da sehr nach einem “Junior”-Fall. Dafür stimmen Musik und Geräusche wieder.

Auf dem Cover stalken die “Kids” einer asiatisch wirkenden Dame aus einem Gebüsch heraus nach. Vorbildlich.
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