Der Seelenkünder I & II

Der Seelenkünder I & II Hot

Nico Steckelberg   06. November 2010  
Der Seelenkünder I & II

Rückentext

Folge 29:
Im Rahmen des spanischen Hafenfests in Casa Vargas veranstalten Jay, Tom und Derek eine ganz besondere Radioshow am Strand. Doch dann lässt Ramiro Luiz del Santo, der dreihundert Jahre alte Hofastronom des spanischen Königs, Jay Lawrence vor den Augen des Publikums verschwinden. Als Derek und Tom ihren Freund endlich wiedertreffen, ist dieser nicht mehr derselbe. Besitzt das Schwarze Okular tatsächlich die Macht, seine Opfer zu beherrschen? Im Schein brennender Kreuze jagen die Jungen verzweifelt der Wahrheit hinterher … Können Derek und Tom ihren Freund retten? … bevor zur Mitternacht das Schiff des Seelenkünders in den Hafen einläuft?

Folge 30:
Konnte sich Derek vor der Explosion im Hafenbecken von Casa Vargas in Sicherheit bringen?
Oder hat der Fluch des Schwarzen Okulars auch ihn das Leben gekostet?
Auf der Suche nach ihrem Freund werden Jay und Tom an Bord der Isidora gefangen gesetzt und weit hinaus auf den Ozean entführt. Quälende Ungewissheit bringt sie an den Rand der Verzweiflung.
Doch dann wird die dreihundert Jahre alte Karavelle von einer Nebelwand verschlungen. Im Kampf ums Überleben offenbart sich den Jungen die Wahrheit über das Erbe des Seelenkünders.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
10,0
Sprecher 
 
10,0
Soundtrack 
 
10,0
Aufmachung 
 
6,0
Gesamtwertung 
 
8,8

Hier ist er nun, der erste Zweiteiler der Serie „Point Whitmark“. Was wir in Bezug auf Volker Sassenbergs „Gabriel Burns“ bereits als Gewohnheit bezeichnen darf, ist für seine Jugend-Mystery-Krimiserie ein Novum. Der Einstieg ist mit „Der Seelenkünder“ gut gelungen.

Beide Episoden erschienen mit einer Veröffentlichungspause, inzwischen sind jedoch beide Folgen erhältlich.

Im ersten Teil verschlägt es Jay, Tom und Derek vom Radiosender Point Whitmark nach Casa Vargas, in dem ein Straßenfest die Einwohner und Gäste verzaubert. Auch die drei Freunde haben sich für das Fest eine eigene Attraktion ausgedacht: Sie präsentieren auf der Bühne den „Seelenkünder“, einen „Mentalisten“, der mit Hilfe eines schwarzen Okulars Einfluss auf die Gedanken des Publikums nehmen kann. Alles nur ein Zaubertrick, natürlich. Oder doch nicht? Nach einer Panne verschwinden Jay und der Seelenkünder im Nichts. Als Tom und Derek ihren Freund suchen und schließlich finden, wirkt er gänzlich anders. Stichwort: Gehirn-Manipulation.
Auf der Suche nach dem Okular geraten die drei in gefährliche Situationen, um schließlich in einem Cliffhanger zum zweiten Teil zu Enden.

Dieser zweite Teil unterscheidet sich gänzlich vom ersten. Während die Atmosphäre des ersten Teils recht „südamerikanisch“ angehaucht ist (mit Piñatas und spanischen Flamenco-Fragmenten im Soundtrack) kommt der zweite Teil fast wie ein Historien-Hörspiel herüber. Es spielt auf einem Schiff, und der Soundtrack sowie die Handlung (Schatzkarten, Gefahren auf hoher See) erinnern gewaltig an die großen Piratenabenteuerfilme. Also eine fast völlig andere Atmosphäre, mit kauzigen Charakteren an Bord.

Sehr positiv finde ich, dass beide Folgen auch ohne einander funktionieren. Natürlich gibt es eine Schnittmenge an Informationen und Personen, aber grundsätzlich sind beide Folgen relativ eigenständig.

Die Sprecher sind toll ausgewählt. Besonders die harten spanischen Akzente sind richtig schön düster gelungen. Die Hauptsprecher sind toll, aber auch die Nebenrollen können sich hören lassen. Herausheben möchte ich Engelbert von Nordhausen als „Papa Caballero“.

Die Covers finde ich ein wenig zu „Basic“ für die High-End-Produktion. Während mir der „Seelenkünder“ auf Folge 1 noch gut gefällt, empfinde ich das Riff auf CD 2 als vergleichsweise ideenlos, geht eher in „Richtung Burns“ / „Abseits der Wege“. Eine Illustration des Okulars oder ein Schiffs-Artwork hätten aus meiner Sicht besser gepasst.

Fazit: Sprecher 1a, Soundtrack 1a, Atmosphäre 1a, Produktion 1a. Die Geschichte ist stellenweise ein wenig verwirrend. Aber das ist sicherlich Sinn und Zweck der Sache. Am Ende klärt sich natürlich alles auf.

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