Old Cursing Dry - Abenteuer mit Winnetou und Old Shatterhand

Old Cursing Dry - Abenteuer mit Winnetou und Old Shatterhand Hot

Michael Brinkschulte   27. Februar 2012  
Old Cursing Dry - Abenteuer mit Winnetou und Old Shatterhand

Hörspiel

Hörspiellabel/Verlag
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
1
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Rückentext

Da mir das Backcover zu Rezensionszwecken nicht vorlag, hier die Inhaltsangabe des Presseinfos:

Gemeinsam mit den befreundeten Westmännern Dick Hammerdull und Pit Holbers machen sich Winnetou und Old Shatterhand auf den Weg, um eine Gruppe in Gefangenschaft geratener Jäger zu befreien, die von Indianern des Stammes der Pa-Uthes überfallen wurde. Dabei stoßen sie auf Old Cursing Dry, einen berüchtigten Indianerhasser, und schnell wird klar, dass er etwas mit dem aggressiven Verhalten der Pa-Uthes zu tun haben muss … Ein spannendes Abenteuer beginnt!

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
7,0
Sprecher 
 
8,0
Soundtrack 
 
7,0
Aufmachung 
 
9,0
Gesamtwertung 
 
7,8

Wie ist das Hörspiel umgesetzt?

Rund 60 Minuten Hörspiel und Musik bietet die vorliegende CD. Eine Geschichte, die unter dem Titel ‚Gott lässt sich nicht spotten‘ im Band 23 der gesammelten Werke zu finden ist, wird mit 11 Sprechern umgesetzt, unter ihnen in der Rolle des Titel-Schurken Konrad Halver, der in den Europa-Hörspielen Winnetou seine Stimme lieh. Jens Böttcher in der Rolle des Erzählers Old Shatterhand macht seine Sache gut, es fällt jedoch auf, dass die Stimme partiell sowohl in der Erzählerrolle, als auch im Geschehen gleich klingt und emotionsgeladenes Spiel vermissen lässt.
Insgesamt wird die Dramatik der Handlung durch Musik und Sound wenig verstärkt, wodurch zwar ein interessantes Hörspiel entsteht, aber keine mitreißende Atmosphäre aufkommt. Die Musik findet sich in Zwischenspielen und in untermalenden Passagen und wurde, wie der am Ende der CD zu findende Song aus der Feder von Hauptsprecher Jens Böttcher.

Begleitet wird das Hörspiel von einem ausführlichen 16-seitigen Booklet mit Hintergrundinformationen zur Geschichte und zur Produktion.


Resümee/Abschlussbewertung:

Karl Mays 100. Todestag steht bevor und so ist es nicht verwunderlich, dass sein Werk auch im Hörbuch- und Hörspiel-Sektor wieder in den Fokus gerückt wird. Mit der Ankündigung ‚… bisher unbekannte Geschichte von Karl May …‘ wurde ich als Karl May Fan hellhörig und war begierig darauf dieses Hörspiel zu hören. Als dann die ersten Minuten verstrichen waren kam schnell die Erkenntnis, dass es sich nicht um eine unbekannte Geschichte handelte. Und die Bestätigung gab dann auch das Booklet, in dem die Hintergründe und der Fundort abgedruckt sind.

Doch zum Hörspiel selbst, das die Geschichte erstmals in Hörspielform umsetzt. Die Geschichte ist stark moralisch ausgerichtet und legt Karl Mays christlichen Hintergrund deutlich dar, den er in seinen Werken vielfach einbringt.
Diese christliche Botschaft zu Nächstenliebe und Freundschaft steht im Fokus des Hörspiels. Der durch Konrad Halver hervorragend dargestellte ‚Old Cursing Dry‘ wird mit dem Glauben konfrontiert und am Ende …

Das Hörspiel ist gelungen umgesetzt, bringt jedoch die abenteuerliche Atmosphäre von Mays Werk nicht so zum Tragen, wie es in vielen anderen Produktionen vormals gelungen ist.

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