Oculus - Im Auge des Sturms

Oculus - Im Auge des Sturms Hot

Michael Brinkschulte   19. November 2017  
Oculus - Im Auge des Sturms

Rückentext

John Sinclair, der berühmte Geisterjäger von Scotland Yard, erwacht nahe einer zerstörten Kleinstadt. Er kann sich nicht daran erinnern, wer er ist oder wie er dorthin kam. Als er die Stadt erkundet, findet er sich plötzlich von alptraumhaften Monstern umringt …
 
Das epische Crossover zwischen Robert Craven („Der Hexer“) und John Sinclair in einem H.P. Lovecraft Universum.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
9,0
Soundtrack 
 
9,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
8,2

Wie ist das Hörspiel umgesetzt?
 
In einem Schuber steckt die Doppel-CD-Hülle, in der der erste Teil der Oculus-Sonderedition zu finden ist, der von Wolfgang Hohlbein geschrieben wurde. Die Hörspielumsetzung hat das Team um Dennis Erhardt auf zwei CDs mit über zwei Stunden Spielzeit vorgenommen. Neben Dietmar Wunder als John Sinclair ist diesmal als zweiter Protagonist Achim Buch als Robert Craven zu hören. Darüber hinaus geben sich 25 weitere Sprecher die Ehre und setzen das wendungsreiche und auf verschiedenen Zeitebenen erzählte Hörspiel in Szene.
Das Booklet erweist sich als Standardversion mit Aufstellung aller Folgen nebst Sprecherliste. Einzig unter dem Tray finden sich klappe Angaben zu Wolfgang Hohlbein in Wort und Bild. Die Aufmachung ist also nur durch den Schuber als Sonderedition auszumachen und dadurch, dass diesmal zwei CDs gefüllt wurden.
 
 
Resümee/Abschlussbewertung:
 
Dass Wolfgang Hohlbein ein Freund der Welt von H.P. Lovercraft ist, hat er schon früh durch seine Hexer-Reihe bewiesen. Und an dieser knüpft dieses Hörspiel an. Dadurch werden John Sinclair und Robert Craven in einer Crossover-Story präsentiert, die zwischen Science-Fiction, Fantasy, Horror und Mystery angesiedelt ist, wobei die Großen Alten eine besondere Rolle einnehmen. 
Erzählt wird an unterschiedlichen Schauplätzen und in unterschiedlichen Zeitebenen, was dem Hörer stete Aufmerksamkeit abverlangt, um den Anschluss nicht zu verlieren. Actionreich und mit zahllosen Wendungen wird das Sinclair-Universum durcheinander gewirbelt - und das ist nicht die einzige Affinität mit dem Titel ‚Im Auge des Sturms‘.
 
John weilt in einer für ihn unklaren Zukunft, Suko, Bill Conolly und Shao erleben in der Jetztzeit ebenfalls ungewöhnliche Vorkommnisse und plötzlich tauchen alte Bekannte wieder auf, die eigentlich für tot gehalten wurden. Doch was hat dieses Wirrwar zu bedeuten?
 
Am Ende dieser Hörspielfolge bleibt ein ganzer Fragenkatalog offen, denn es gibt ja noch einen zweiten Teil, der die Oculus-Reihe fortsetzen wird. Man darf abwarten, ob sich die Crossover-Folge dadurch stimmig auflösen lässt. 
 
Die Genremischung mit drei Zeitebenen aus Science Fiction und Horror-Hörspiel bleibt über die gesamte Spielzeit gewöhnungsbedürftig und dürfte den ein oder anderen Sinclair Fan nicht gerade begeistern, auch wenn die Atmosphäre des Hörspiels insgesamt passt.
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