Monster 1983 - Staffel 2

Monster 1983 - Staffel 2           Hot

Nico Steckelberg   29. Dezember 2016  
Monster 1983 - Staffel 2

Rückentext

Oregon, 1983 - nach einer grausamen Serie mysteriöser Morde scheint in dem kleinen Küstenstädtchen Harmony Bay endlich wieder Normalität einzukehren. Zumindest, wenn es nach Bürgermeister White geht. Doch Deputy Landers traut dem Frieden nicht, denn zu viele Fragen sind noch immer ungeklärt: Warum und wohin sind Sheriff Cody und seine beiden Kinder verschwunden? Wieso war die Regierung hinter dem Nachtmahr her? Was hat es mit dem ominösen Manila Club auf sich? Und warum will der Bürgermeister unbedingt Gras über die Sache wachsen lassen? 

 Für Landers steht fest: Er muss auf eigene Faust ermitteln! Und während er dabei immer tiefer in einem gefährlichen Sumpf aus Macht und Korruption versinkt, befinden sich Cody und seine Familie auf einer Flucht quer durch das Land. Sie müssen versuchen, seine Tochter vor der Regierung zu verstecken - und einen Weg finden, Amy von dem Nachtmahr zu befreien. Denn dieser ergreift Tag für Tag mehr Besitz von dem kleinen Mädchen - und wie sich bald herausstellen soll: nicht nur von ihr... 

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Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
10,0
Atmosphäre 
 
10,0
Sprecher 
 
10,0
Soundtrack 
 
10,0
Aufmachung 
 
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Gesamtwertung 
 
10,0

Was haben wir mitgefiebert in der ersten Staffel. Was hat es mit dem Nachtmahr auf sich, der in Harmony Bay sein unwesen treibt? 2016 hat Audible eine zweite Staffel der deutschen Mystery-Serie im 80er-Charme bei Mastermind Ivar Leon Menger in Auftrag gegeben. Und erneut war ganz Hörspiel-Deutschland im Monster-Hype.
 
Am Ende der ersten Season war das Geheimnis um den Nachtmahr gelüftet, und trotzdem gelingt es Menger und seinen Co-Autoren Raimon Weber und Annette Strohmeyer den Spannungsfaden sofort wieder aufzugreifen. Ein umfassendes „Was bisher geschah“ sorgt für die nötige Einstimmung am Anfang. Sheriff Cody und seine Familie sind verschwunden, der Bürgermeister wird immer seltsamer. Er ernennt Deputy Dunford wider seinen Willen zum neuen Sheriff. Er macht es sich zur Aufgabe, Codys Spur aufzunehmen. Dabei trifft er auf die Spuren des ominösen Manila-Clubs, ohne zu wissen, was es damit auf sich hat. Es gibt wieder viele Leichen in dieser Staffel. Und eine wird am Steuer eines versenkten Polizeiwagens gefunden. Cody?
 
Die Mischung aus Twin Peaks, Axte X, Gremlins und John Carpenter-Horror gepaart mit jeder Menge Eighties-Style funktioniert auch in dieser Season ganz hervorragend. Die Musik, der Slang, alles ist auf das Jahr 1983 ausgelegt und wird konsequent durchgezogen. Besonders gut gelungen ist der Wechsel der Hauptrollen. Nachdem David Nathan als Sheriff Cody in der Story verschwunden ist, taucht er in verschiedenen Flashbacks wieder auf. So wird die Story der Cody-Familie und was nach dem Ende der letzten Folge passiert war, in weiten Teilen retrospektiv erzählt. Der neue Hauptcharakter ist der ehemalige Deputy, und Ekkehard Belle macht hier als Sprecher eine sehr sympathische und authentische Figur. An seiner Seite zwei neue Hilfssheriffs: Mike aus der Werkstatt (Simon Jäger) und Benjamin Völz alias „Sharky“. Ein tolles Casting! Die meisten der lieb gewonnen und verhassten Rollen sind zurück gekehrt. Es ist herrlich, wie sich Andreas Fröhlich zunehmend als Nachtmahr in der Stimme einer anderen Person (wir wollen nicht spoilern) manifestiert. Hier kommt sein volles Gollum-Potenzial zur Geltung, allerdings richtig schön fies dabei. Genial! Und wo wir gerade bei fies sind: Santiago Ziesmer, die deutschen Stimme von Sponge Bob, hat eine beängstigende Kinderschänderrolle, die sich glücklicherweise nur über eine kurze Szene hinaus streckt. Länger mag man diese Bedrückung nicht aushalten. Sehr genial gespielt, und erinnert unweigerlich an Wolfgang Kavens Dialogszene in Mengers früherem Original-Hörspiel „Der Prinzessin“.
 
Insgesamt darf man mit Fug und Recht behaupten, dass Monster 1983 ein Grund dafür ist, sich ein Audible-Konto anzuschaffen. Denn dort gibt es die Serie exklusiv zu hören. Es lohnt sich. Selten hat mich eine Hörspielreihe so in den Bann gezogen wie diese. 
 
Tipp: Ganz zu Ende hören, dann wartet noch ein kleines akustisches Dankeschön auf die Hörer. 
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