Der Tod ist eine Lektion

Der Tod ist eine Lektion Hot

Nico Steckelberg   27. Oktober 2013  
Der Tod ist eine Lektion

Rückentext

Die Welt hatte aufgehört, sich zu drehen. Die Sonne war erloschen. Ein letzter Blick, bevor der Sand über sie fiel. Dann nichts mehr. Willkommen ... zum Sterben auf Clam Island.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
10,0
Sprecher 
 
9,0
Soundtrack 
 
10,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,8

Endlich, endlich ist es soweit, dass ich die Folge einmal komplett hören darf, in die ich während des Produktionsprozesses kurz reinhören durfte. Im Zuge unseres Decision-Studioberichtes im Herbst 2009 hatte ich bereits auf die „außergewöhnliche Erzählweise“ hingewiesen.

„Der Tod ist eine Lektion“ ist nicht nur die erste Folge nach dem zwei Folgen andauernden düsteren Zukunftsausblick. Es ist auch gleichzeitig der Einstieg in ein weiteres Experiment. Diese Episode hat gänzlich neue Charaktere als Hauptfiguren. Allen voran Heidi Weigelt in ihrer Rolle als Patricia Donovan, die hier das Gro der Story als Erzählerin vermittelt. Die Geschichte führt uns nach Clam Island. Die Bewohner sind Zugezogenen gegenüber äußerst skeptisch eingestellt. Als dann Menschen tot aufgefunden werden und alles auf Fremdverschulden hinweist, eskaliert die Frontenbildung. Auch hier ist das Ende überaus überraschend und erzeugt ordentlich Gänsehaut.

Die Stimmung dieser Folge entspricht der Inselatmosphäre: Es ist neblig, Unheil verheißend. Ein wenig fühlte ich mich an die Stimmung von „Shutter Island“ erinnert. Die musikalische Umsetzung ist wieder zur orchestralen Instrumentierung der Serie zurück gekehrt. In den letzten Folgen war der Score auf dem elektronischen Track „Gabriel Burns – Avenger“ basiert, nun haben wir wieder den stillen, cinematischen Orchester-Sound, der die Serie bislang begleitet hatte. Eine schlüssige Rückkehr zum roten Faden der Serie.

Die Sprecher sind wie gesagt weitestgehen neu. Heidi Weigelt in ihrer Rolle als Erzählerin macht einen guten Job. Bodo Henkel als Geistlicher erinnert ein wenig an „Vater Callahan“ aus Point Whitmark. Tobias Kluckert ist zu hören, ebenso wie „Gaststar“ Martin Kesici und einige andere. Eine bunte Mischung also.

Der Break zwischen Folge 37 und 38 ist – zugegebenermaßen – hart. Dennoch ist es überaus erfreulich, dass die Rückkehr zur klassischen Storyline noch Hoffnung offenbart, denn die war eigentlich am Ende der Folge 37 fast schon verloren war. Joyce Kramer ist wieder die taffe Agentin, die sie früher war. Ich bin sehr gespannt, wie Andreas Gloge und Volker Sassenberg die Story weiter vorantreiben werden.

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