Der Tempel Hot

Nico Steckelberg   27. Februar 2010  
Der Tempel

Rückentext

Auf hoher See 1917: In den Kriegswirren eskaliert die Situation an Bord des deutschen U-Bootes U29. Hat das merkwürdig aggressive Verhalten der Mannschaft etwas mit einer aus Elfenbein geschnitzten Statue eines Lorbeer-bekränzten Jünglingshauptes zu tun, die der Hand eines toten feindlichen Seemannes entwunden wurde…?

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
10,0
Atmosphäre 
 
10,0
Sprecher 
 
10,0
Soundtrack 
 
9,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
9,2

Ein deutsches U-Boot in karibischen Gewässern: Nach einem erfolgreichen Torpedo-Angriff treiben Tote auf dem Meer. Einer von ihnen wird auf das Deck des U-Bootes getrieben. Man entnimmt ihm eine Elfenbeinschnitzerei, deren Züge verblüffende Ähnlichkeit mit dem Toten aufweisen. Als man den Körper wieder über Bord wirft, scheint es so, als würde dieser der Besatzung des U-Bootes zuwinken. Fortan glaubt ein Teil der Mannschaft an einen Fluch. Es kommt gar zur Meuterei. Doch das eigentliche Grauen erwartet den Kapitän und seinen Leutnant erst noch. Denn tief unter dem karibischen Meeresspiegel wartet eine versunkene Kultur darauf Rache zu nehmen.

Eine ungewöhnliche Story für H.P. Lovecraft, allerdings gerade gegen Ende hin sehr gut als Lovecraft-Phantasie zu erkennen, wenn es um die Unterwasser-Erkundung der verschollenen Stadt geht. Auch typisch: Die retrospektive Erzählweise.

Was die Jungs von Titania Medien hier mit den Gruselklassiker-Stoff gemacht haben, ist ganz großes Horror-Hörspiel der gehobenen Klasse. Die Stimmung ist bedrückend, der Soundtrack passt wie die Faust aufs Auge und die Sprecher spielen hervorragend ihre Rollen.

Aus meiner Sicht eine der besten (oder sogar DIE beste?) Folge der Serie bislang! Richtig gut!

© 2002 - 2020 Der Hörspiegel - Lesen, was hörenswert ist. --- IMPRESSUM --- DATENSCHUTZ