Der Atem des Rippers

Der Atem des Rippers Neu

Michael Brinkschulte   21. April 2017  
Der Atem des Rippers

Rückentext

Wer war „Jack the Ripper“ wirklich?
 
Als die letzte Stunde von Pater Henry Ouston gekommen war, offenbarte er das Geheimnis seines Lebens:
 
Bitte hören Sie, was ich zu sagen habe. Und denken Sie nicht, es seien die Phantastereien eines Sterbenden, die aus mir sprechen. Ich bin vollkommen Herr meiner Sinne.
 
Ich kenne den Mörder von Whitechapel. Ich weiß, wo er heute ist, kenne sein wahres Ich, denn ich gab ihm Unterschlupf und roch den…
 
Atem des Rippers

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
10,0
Soundtrack 
 
8,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
8,6

Wie ist das Hörspiel umgesetzt?
 
Die zwölf namhaften Sprecher dieser Folge von Christian Rode als Erzähler über Werner Wilkening, Detlef Bierstedt, Bert Stevens in den Hauptrollen bis hin zu Dagmar von Kurmin, Bine Schmitt und Kerstin Raphahn in den kleineren Nebenrollen, sind hervorragend besetzt. Sie schaffen gemeinsam mit dem musikalischen und mit Geräuschen ausgestatteten Soundgewand eine mitreißende Stimmung zwischen Krimi und Grusel. 
Das Coverbild ist passend zum Ripper-Thema gewählt. Die Sprecherliste findet sich auf dem Rücken des Booklets, dessen Innenteil weitere Veröffentlichungen zeigt.
Unter dem CD-Tray wird die nächste Folge angekündigt, die als Fortsetzung dieses Hörspiels zu verstehen ist.
 
 
Resümee:
 
Eine düstere Szenerie baut dieses Hörspiel auf, an dessen Anfang das Geständnis des Paters steht, der dereinst mit dem Ripper zu tun hatte und seitdem sein Geheimnis wahrt.
Geschickt inszeniert Thomas Birker diese Story, die auf dem Roman von Martin Clauß basiert, der sich dem Ripper-Thema einmal mehr annimmt. Das ruhige Erzähltempo, das durch die Wechsel der Erzählperspektive immer wieder einen dynamischen Schub bekommt, baut Spannung auf und wird durch die Einbindung des vorgelesenen Tagebuchs noch intensiviert.
 
Interessant stellt sich die Betrachtung des Reliquienhandels und der Reliquienverehrung innerhalb der Kirche dar, Themen, die zunächst eher beiläufig erscheinen, dafür aber tiefgründige Folgen nach sich zieht. 
 
Über die gesamte Spielzeit von über 70 Minuten wird man als Hörer in diese Geschichte hinein gezogen, an deren Ende noch einige Fragen offen bleiben, die sicherlich im folgenden Hörspiel mit dem Titel ‚Im Schatten des Rippers‘ einer Auflösung entgegen steuern.
 
So müssen Grusel-Hörspiele sein!
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