Die Menschen, die es nicht verdienen

Die Menschen, die es nicht verdienen Hot

Michael Brinkschulte   11. Januar 2016  
Die Menschen, die es nicht verdienen

Hörbuch

Untertitel
Ein Fall für Sebastain Bergman
Autor(en) oder Hrsg.
Verlag
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
6
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Rückentext

Gerade noch hatte Mirre den Erfolg vor Augen, jetzt ist der Star einer Dokusoap tot. Seine Leiche findet man in einem Klassenzimmer, an einen Stuhl gefesselt, einen Fragebogen auf den Rücken geheftet. Mirres Leistung: mangelhaft. Er hat nicht bestanden. Und sein Tod ist nur der Anfang.
Kriminalpsychologe Sebastian Bergman und die Reichsmordkommission wissen bald: Der Täter spottet über die fehlende Bildung von Menschen, die im Rampenlicht stehen. Die Vorbildfunktion haben sollten, aber keine Vorbilder sind. Die ihren Erfolg nicht verdienen. Schließlich will Sebastian den Mörder aus der Reserve locken und ihn mit seinen eigenen Mitteln schlagen. Ein tödlicher Fehler.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
10,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
8,5

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?

Wie schon die vorherigen Romane um Sebastian Bergman liest auch dieses Hörbuch wieder Douglas Welbat. Durch seine markante Stimme und die ansprechende Betonung im Vortrag, fesselt Welbat einmal mehr die Hörerschaft.
Die gekürzte Lesung, die auf sechs CDs untergebracht ist, füllt 473 Minuten Spielzeit. Ein Booklet liegt diesem Hörbuch nicht bei. Unter dem vorderen und hinteren Tray sind jeweils zwei der Cover der vorherigen vier Hörbücher um Sebastian Bergman abgedruckt.


Resümee/Abschlussbewertung:

Sebastian Bergman ist zurück. Und mit ihm die Reichsmordkommission, sein berufliches Umfeld, sowie auch Teil seines privaten Lebens, denn dort arbeitet auch Wanja, seine Tochter. Der Fall, der die Mordkommission diesmal beschäftigt und Sebastian Bergman besonders herausfordert, weil er sich intellektuell gefordert fühlt, greift ein aktuelles gesellschaftliches Thema auf. TV-Sendungen und Internetstars, deren Bekanntheit nicht im Zusammenhang mit Wissen oder Können steht, sondern auf Selbstdarstellung fußt. Gerade diese Gruppe von Menschen steht auf der Opferliste des Mörders, der sich schnell als Serientäter herauskristallisiert.
Von diesem Punkt an gilt es den Mann, der sich Sven Kato nennt aufzuhalten. Sebastian Bergman setzt alles auf eine Karte und lädt dadurch Schuld auf sich.

Dieser schlüssig inszenierte Fall wird von dem Autorenduo Hjordt & Rosenfeldt nicht nur auf rein kriminalistischer und psychologischer Ebene aufgebaut. Vielmehr bauen die beiden Schreiber auch auf emotionale Aspekte, durch die einzelne Figuren noch weiter charakterisiert werden. Nach und nach steigert sich das Tempo, und auch die Spannung wird immer größer. Am Ende steht, nach Abschluss des eigentlichen Falles, einmal mehr eine Art Cliffhanger, sodass auf eine baldige Fortsetzung gehofft werden darf.

Thriller-Unterhaltung mit Tiefe, vielen Einblicken in die einzelnen Figuren und unterschwelliger Gesellschaftskritik, der bestens unterhält!

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