Die Fesseln des Bösen

Die Fesseln des Bösen Hot

Michael Brinkschulte   13. April 2020  
Die Fesseln des Bösen

Hörbuch

Autor(en) oder Hrsg.
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
8
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Rückentext

EIN PARIS VOLLER ABGRÜNDE
EIN DIABOLISCHER KÜNSTLER
EIN MÖRDERISCHES DUELL
 
In einem Pariser Nachtclub werden zwei junge Tänzerinnen tot aufgefunden. Commandant Stephane Corso findet heraus, dass beide mit einem mysteriösen älteren Maler liiert waren. Dieser Philippe Sobiesky ist erfolgreich, arrogant und – ohne jede Moral. Er scheint der perfekte Täter zu sein, doch er hat ein stichfestes Alibi.
Je weiter Corso sich in den Fall vertieft, desto stärker drohen ihn Sobieskys unheilvolle Geheimnisse in den Abgrund zu reißen …

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
10,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
8,5

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?
 
Martin Keßler, seines Zeichens Synchronstimme von u.a. Vin Diesel oder Nicolas Cage, ist für diesen düstere wie brutalen Thriller die beste Wahl. Mit seiner markanten wie wendungsreichen Stimme versteht es Keßler bestens die unterschiedlichen Stimmungen des Romans zu unterstützen.
Die auf acht CDs in einem Digipack untergebrachte bearbeitete, somit gekürzte Lesefassung, füllt 612 Minuten Spielzeit und ist damit mehr als vier Stunden kürzer als die nur als Download erhältliche ungekürzte Lesung Martin Keßlers.
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Kürzung nicht großartig auffällt, und die Spannung bis zum Ende gut transportiert wird.
Das Digipack bietet neben kurzen Angaben zu Autor und Sprecher Zitate aus dem Buch. 
 
 
Resümee:
 
Das Umfeld in dem sich der Ermittler Stephane Corso in diesem Fall bewegen muss, stellt sich schnell als eines heraus, in dem er selbst einige Erfahrungen hat. Und so wird es für den gerade in einem Scheidungsverfahren steckenden Vater eines Jungen zu einem umso persönlicheren Anliegen den Morden auf den Grund zu gehen. Dabei gerät er in einen Strudel aus Gewalt, Pornographie und darüber hinaus in die Kunstszene.
 
Jean-Christophe Grange ist dafür bekannt, dass seine Thriller immer einen Anteil gewalttätiger Sequenzen beinhaltet. Die Nuancen, die sich in diesem Thriller bieten, gehen aber über den bislang bekannten Rahmen hinaus und greifen auf Hintergrundinformationen aus der Pornoindustrie zurück. Und wie gewohnt nimmt Grange kein Blatt vor den Mund, schildert schonungslose Brutalität, die Hörer an ihre Grenzen bringt.
Der Thriller an sich entwickelt sich spannend mit vielen schlüssigen Wendungen. Dabei wird uns Hörern der Protagonist Corso näher gebracht. 
Bis zum düsteren Ende weiß Grange seine Hörerschaft zu fesseln und die Spannung weiter anzufachen.
Äußerst harte Kost, die nicht jedem Krimi-Hörer zusagen wird.
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