Das Dorf der Mörder Hot

Astrid Daniels   24. März 2013  
Das Dorf der Mörder

Hörbuch

Autor(en) oder Hrsg.
Sprecher
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
7
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Rückentext

Im Berliner Tierpark wird ein grausam verstümmelter Toter aufgefunden: Eine der Ersten, die am Tatort eintrifft, ist die junge, ehrgeizige Streifenpolizistin Sanela Beara. Die Schuldige ist schnell gefasst – zu schnell, wie Sanela glaubt. Während der Öffentlichkeit die geständige Mörderin Charlie Rubin präsentiert wird, hat Sanela Zweifel. Zweifel, die auch den Psychologen Jeremy Saaler plagen. Unabhängig voneinander haben beide den gleichen Verdacht, und ein dunkles, mörderisches Rätsel lockt sie in ein kleines Nest in Brandenburg – direkt ins Visier eines Gegner, der die Totenruhe im Dorf um jeden Preis bewahren will …

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
8,0
Aufmachung 
 
9,0
Gesamtwertung 
 
8,3

Elisabeth Herrmann hat für „Das Dorf der Mörder“ durchweg lebensechte und glaubwürdige Charaktere geschaffen. Nur der Handlungsstrang rund um Sanela Beara erscheint mir teilweise unrealistisch und zu sehr mit Klischees behaftet. Die junge, ehrgeizige Streifenpolizistin will im Dienstgrad aufsteigen und liefert, während sie sich weit über die Grenzen ihrer Entscheidungsbefugnisse hinaus wagt, einen der entscheidenden Hinweise zur Lösung des Falls.

Neben der Darstellung der Charaktere versteht Elisabeth Herrmann es auch die verschiedenen Settings zu beschreiben. Der Hörer kann sich das perspektivlose und trostlose Dorf Wendisch Bruch, aus dem die wegen Mordes angeklagte Charlie Rubin stammt, bildhaft vorstellen.

Ich konnte mich jedoch anfangs nicht so recht mit der Sprecherin Eva Mattes anfreunden. Zu Beginn wirkt das von ihr Vorgetragene abgelesen. Doch mit der Zeit habe ich mich mit ihrer Art zu lesen angefreundet. Sie legt etwas Kühles, Trostloses und Bedrückendes in Ihre Stimme, das sich in der Handlung wieder findet.

„Das Dorf der Mörder“ wird auf 7 CDs mit einer Laufzeit von insgesamt 9 Stunden und 13 Minuten geliefert. Elisabeth Herrmann schafft es von Beginn an einen Spannungsbogen aufzubauen. Sie verzichtet hierbei jedoch auf übermäßige Brutalität, sondern geht vielmehr auf die psychologischen Aspekte ein und lässt den Hörer zu einem Stillen Ermittler werden, der sich plötzlich mitten in der Geschichte wiederfindet.

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