Am Ende aller Zeiten Hot

Michael Brinkschulte   26. Oktober 2016  
Am Ende aller Zeiten

Hörbuch

Autor(en) oder Hrsg.
Sprecher
Erscheinungsjahr
Format
MP3-CD
Anzahl Medien
2
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Rückentext

Edgar Hill ist Mitte dreißig, und er hat sein Leben gründlich satt. Unzufrieden mit sich und seinem Alltag als Angestellter, Familienvater und Eigenheimbesitzer weiß er nur eins: So kann es nicht weitergehen. Als das Ende kommt, kommt es von oben: Asteroideneinschläge verwüsten die Britischen Inseln. Städte, Straßen, Internet – all das gehört plötzlich der Vergangenheit an. Das Chaos ist gigantisch, die Katastrophe total. Edgar wird von seiner Familie getrennt und vor die größte Herausforderung seines Lebens gestellt: Willer Frau und Kinder jemals wiedersehen, muss er von Schottland nach Cornwall laufen, 500 Meilen durch ein sterbendes Land. Und er muss zu dem Mann werden, der er schon immer sein wollte.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
9,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
7,8

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?
 
Sprecher Uve Teschner versteht es blendend die Endzeitstimmung des Romans und die Ereignisse, die Protagonist Edgar Hill aus seiner Sicht erzählt, stimmlich in Szene zu setzen. Die über 12 Stunden Spielzeit der ungekürzten Lesung werden so zu einem düsteren Drama, das den Hörer bis zuletzt fesselt.
 
Die übergroße Pappbox (rund 15 x 15 cm im Gegensatz zu sonst üblicher Größe von 13 x 13 cm), in der die beiden MP3-CDs stecken, macht auf sich aufmerksam, beim Öffnen dann die ernüchternde Feststellung, die CDs in einfachen unbedruckten Papierhüllen und ein Booklet werden aufgrund der zu großen Umverpackung darin hin und her geschüttelt. Das Booklet beinhaltet neben einem kurzen Textauszug die Trackliste sowie Produktionsinformationen. Knappe Angaben zu Autor und Sprecher finden sich hingegen unter dem Rückentext auf der Box.
 
 
Resümee:
 
Adrian J Walker schildert in seinem Roman eine düstere Szenerie. Zunächst die Situation von Edgar, der mit seinem Leben unzufrieden in seinem englischen Wohnort weilt und unsportlich, gelangweilt und genervt auf sein Leben blickt. Dann folgt die Katastrophe bei der durch aus dem All kommenden Gesteinsbrocken alles auf den Kopf gestellt wird. Plötzlich wird Edgar mit seiner Familie in den Keller getrieben, um Schutz zu suchen. Einen Keller, der in der Umgebung einer der wenigen ist. Doch auch hier tun sich schnell weitere Probleme auf, denn nicht nur die Kinder wollen schnell wieder raus. Traumatisiert gelangen die Hills nach Wochen zurück an die Oberfläche und finden das Land verändert. 
Und dann der Bruch, den Autor Adrian J Walker gelungen mit einem Zeitsprung inszeniert. Edgar blickt auf die letzten Wochen zurück, seine Familie ist weg und er, der unsportliche Mann will sie unbedingt wiederfinden. Auf seinem Weg muss er vielfältige Gefahren, Rückschläge und Verletzungen verkraften, aber er mobilisiert Wissen, das er sich in jungen Jahren angeeignet hat und kommt so seinen Idealen näher als je zuvor.
 
Bedrückend düster aber auch in Teilen etwas langatmig schildert Adrian J Walker aus der Sicht seines Protagonisten die Endzeitsituation nach einem Asteroidenschauer, der das Land verwüstet hat. Durch die Erzählperspektive wird der Hörer nahe an die Figur des Edgar Hill heran geführt. Die realistische Darstellung der Situation nach der Katastrophe nimmt den Hörer mit auf eine Reise durch ein zerstörtes Land, das die Menschen auf ihre grundsätzlichen Fähigkeiten zurückwirft. Hervorragend vorgetragen und weitgehend spannend.
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