Keine Vergebung Hot

Michael Brinkschulte   23. Dezember 2014  
Keine Vergebung

Hörbuch

Autor(en) oder Hrsg.
Sprecher
Erscheinungsjahr
Format
MP3-CD
Anzahl Medien
1

Rückentext

Kurt Grewe und sein Kripo-Team unter Schock: Bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle sind zwei Polizeibeamte kaltblütig erschossen worden. Ein elender Tod, irgendwo auf einer Landstraße im Regen. Die Ermittler haben so gut wie keine Anhaltspunkte: zwei tote Kollegen und ein anonymer Anruf, das ist alles.
Außerdem hat gerade der neue Dienststellenleiter, ein ehemaliger Staatsschützer, angefangen und macht Druck. Als es kurz darauf bei einem Überfall zu einer Schießerei kommt, schaltet sich das Bundesamt für Verfassungsschutz ein, Abteilung Rechtsextremismus. Und auf einmal wird die Stadt, in der sie alle leben, zum Schlachtfeld außer Kontrolle geratener Verschwörer. Sind Grewe und Svoboda die einzigen, die noch in der Lage sind, Recht von Unrecht und Gut von Böse zu unterscheiden?

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
9,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
8,3

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?

Gregor Weber, seines Zeichens Schauspieler, der durch den Saarländer Tatort 11 Jahre als Stefan Deininger in Saarbrücken ermittelte, legt hier seinen ersten Kriminalroman vor. Zudem ist er auch der Sprecher der ungekürzten Lesung. Durch ruhige Lesart und dezentes Stimmspiel baut Weber eine enge Atmosphäre auf.
Das Hörbuch besteht aus einer DAISY-MP3-CD, die neben der in 95 Tracks aufgeteilten Lesung auch die DAISY-Software beinhaltet. Das Cover zeigt ein ansprechend ausgearbeitetes Foto, das mehrere ineinander laufende Aspekte beinhaltet. Im Digipack finden sich knappe Informationen zum Autor, sowie Angaben zum DAISY-Format.


Resümee/Abschlussbewertung:

Ein Mord an Polizisten, eine Ermittlungseinheit der Kripo, alltägliche Probleme und eine Reihe von Tätern. Gregor Weber hat einen Krimi geschrieben, der die gute Beobachtungsgabe des Autors bezüglich menschlicher Schwächen und Probleme ebenso aufzeigt, wie seine Verzahnung mit dem Beruf des Polizisten, den er lange Jahre verkörperte. So ergibt sich ein Roman mit vielen Nuancen, kleinen Nebenhandlungen, die der Gesamthandlung allerdings nicht schaden, sondern diese sinnvoll ergänzen. Seien es die Hintergründe des Waffenhandlers oder die bedrückte Stimmung des Kriminaltechnikers, dessen Sohn als Soldat in Afghanistan ist und sich nicht meldet.

Der Erstling von Gregor Weber bietet schlüssige Krimiunterhaltung ohne großes Hin und Her oder Aktion, wie sie im Fernsehen zu sehen ist. Vielmehr konzentriert sich die Handlung auf die Darstellung verschiedener Perspektiven, von Seiten der Täter und Ermittler. Die realistische Darstellung macht diesen Krimi besonders hörenswert, zeigt er doch Alltäglichkeiten, wie die Belastungen der Polizisten in Zeiten von schleppenden Ermittlungen aufgrund geringer Spurenlage und vielem mehr.
Es bleibt zu hoffen, dass dies nicht der letzte Krimi aus Webers Feder sein wird.

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