Oberst von Huhn bittet zu Tisch

Oberst von Huhn bittet zu Tisch Hot

Nico Steckelberg   16. September 2012  
Oberst von Huhn bittet zu Tisch

Hörbuch

Untertitel
Speisedeutsch für Anfänger
Autor(en) oder Hrsg.
Sprecher
Verlag
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
1

Rückentext

Wenn Oberst von Huhn zu Tisch bittet, wer nähme da nicht sofort und gerne Platz, um sich von dessen Chefkoch Hacke die köstlichsten Gerichte vorsetzen zu lassen, die auf den Speisekarten der Welt verzeichnet sind? Feng Shui vom Schwein, überbackene Oberbegriffe oder eine »Kollektion der Scheibchen des Roastbeefs und des Kalbfleisches Vom Gelee aus der Roten Schuld« – die Wahl fällt schwer.
Mit »Oberst von Huhn bittet zu Tisch« erkundet Axel Hacke die rätselhafte und umwerfend komische Verwandlung der deutschen Sprache in Gerichte, von denen man so noch nie gehört hat. Der Sprach-Gourmet ist begeistert und mit diesem Hörbuch bestens bedient. Ein Hotelrestaurant in Dublin bietet ein Gericht »Oberst von Huhn Breitet sich drastisch in einer Weißweincreme aus, mit Penne Nudeln Federn und Parmesankäse«. Damit ist fürs leibliche Wohl gesorgt und für beste Unterhaltung sowieso. Man isst deutsch? Aber immer.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
9,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,8

Wie erfrischend neu war doch „Der weiße Neger Wumbaba“ von Axel Hacke. Es ging dabei um „Verhörer“, also Textpassagen in Songs, die man beim Lauschen falsch wahrnimmt.

Nun erscheint mit „Oberst von Huhn bittet zu Tisch“ die konsequente Fortsetzung von Axel Hackes Wumbaba-Zyklus. Unter dem Motto „Speisedeutsch für Anfänger“ wurde Hacke von seinen Lesern mit Speisekarten aus Restaurants der ganzen Welt beliefert, in denen die jeweilige deutsche Übersetzung des Originalgerichts eher befremdlich klingt.

„Oberst von Huhn“ ist nur ein Beispiel dafür. Wer wissen möchte, was sich hinter diesem Gericht verbirgt, der sollte sich das Buch zulegen oder alternativ gern auch das Hörbuch.

Der Unterschied zwischen beiden Fassungen: Das Buch enthält mehr lustige Übersetzungspannen und entsprechende humorvolle Illustrationen, dafür wird die Autorenlesung auf CD durch eine sehr schöne Musikeinlage zwischen den Kapiteln unterteilt. Die Mischung aus Blasmusik, vermischt mit Geräuschen aus der Küche, erinnert mich an Raphael Beaus und Max Steiners Soundtrack zu Jean Pierre Jeunets Film „Micmacs“. Insofern haben sowohl die Buch- als auch die Hörbuchfassung ihre Vorteile und können beide wärmstens empfohlen werden. Man beachte übrigens die liebevoll individuell unterschiedlich gestalteten Titelbilder!

Ich habe mich beim Autofahren mehrmals sehr lauthals lachend hinter dem Steuer wiedergefunden, so wundervoll blumig-skurril sind die falschen Übersetzungen und Hackes Interpretationsversuche.

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