Manhattan Beach

Christine Rubel   16. Oktober 2018  
Manhattan Beach

Hörbuch

Autor(en) oder Hrsg.
Verlag
Erscheinungsjahr
Format
MP3-CD
Anzahl Medien
3
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Rückentext

New York in den 40er Jahren - von den schillernden Nachtclubs in Manhattan zu der dröhnenden Marinewerft in Brooklyn. Krieg liegt in der ölgetränkten, rauchigen Luft. Die Männer sind an der Front, nun stehen die Frauen in der Fabrik. Doch die junge Anna verfolgt beharrlich ihren Traum: Sie will Marinetaucherin werden. Mutig schwimmt sie gegen den Strom und taucht unter die gigantischen Kriegsschiffe an den Docks. Allein die Gedanken an ihren verschwundenen Vater vermögen es, sie in noch unbekanntere Tiefen zu ziehen. 

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
5,0
Atmosphäre 
 
5,0
Sprecher 
 
6,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
6,0

Manhattan Beach, nicht nur eine Gegend mit schönen Villen und Strand, sondern auch Heimat der Marine. Dort lebt und arbeitet Anna, eine der drei Hauptpersonen. Die Familie ist arm, hat in der Finanzkrise ihr Geld verloren. Um sich über Wasser zu halten, arbeitet ihr Vater für korrupte Gewerkschafter, verschwindet irgendwann. Der dritte Protagonist ist ein Barbesitzer, der mafiöse Strukturen leitet. Er ist ein weiteres Bindeglied zwischen Anna und ihrem Vater. Durch ihre Hartnäckigkeit und ihre Liebe zum Wasser wird Anna Taucherin und repariert Marineschiffe als einzige Frau. Klar, dass die Männerwelt nicht begeistert ist. Neben der Tauchtätigkeit sucht sie nach ihrem Vater, kann sie doch lange nicht glauben, dass er einfach abgehauen ist.

Ich mag starke Frauen in der Literatur und das Thema klang interessant. Leider muss ich sagen, dass mich das Hörbuch durch die drei verschiedenen Stränge, die manchmal wahllos hin und her hüpften und den detailverliebten Schreibstil, gepaart mit Nina Kunzendorfs Lesung mich nicht wirklich begeistert hat. Es war weitschweifig und langweilig über weite Teile. Eigentlich schade, denn die Story an sich hätte viel mehr hergegeben. Aber Jennifer Eagan, auch wenn sie Pulitzer-Preisträgerin ist, hat sich schlicht verzettelt in vielen kleinen, unnötigen Dingen. Auch die Personen blieben farblos, bis auf wenige Szenen kam ich einfach nicht in die Geschichte rein. Vielleicht hätte eine Kürzung geholfen, denn über fünfzehn Stunden Langeweile – dafür braucht man schon Durchhaltevermögen. 

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