Ein Kriminalroman von Karl May nach der Erzählung "Der verlorene Sohn"

Ein Kriminalroman von Karl May nach der Erzählung "Der verlorene Sohn" Hot

Michael Brinkschulte   29. Dezember 2017  
Ein Kriminalroman von Karl May nach der Erzählung "Der verlorene Sohn"

Hörbuch

Autor(en) oder Hrsg.
Verlag
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
4
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Rückentext

Armut hat sich ausgebreitet und lässt die Menschen hungern. Der bevorstehende Winter macht so manchen rechtschaffenden Menschen zu einem Kriminellen.
 
Noch schlimmer wird es, als auch noch die Tuchpreise der Weber fallen. Nun hat das Verbrechen ungeschützten Zugang zu den Leuten und fegt alle moralischen Grundsätze mit einem Handstreich fort. Und das macht sich der Verbrecher aller Verbrecher zu nutzen.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
7,0
Sprecher 
 
7,0
Aufmachung 
 
6,0
Gesamtwertung 
 
6,8

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?
 
Matthias Ernst Holzmann liest mit solidem Stimmeinsatz dieses Hörbuch, das vier CDs umfasst. Diese stecken in einer Kunststoffbox auf einer Spindel. Ein Booklet gibt es nicht. Auf der Rückseite des Coverblattes ist, durch die satinierte Box schwer lesbar, die Trackaufstellung der CDs neben einer Vita von Thomas Tippner abgedruckt. Angaben zum ursprünglichen Autor Karl May fehlen, ebenfalls Angaben dazu, dass es sich nur um einen Auszug aus einem umfangreicheren Text Mays handelt, der hier aufgegriffen wurde.
 
 
Resümee/Abschlussbewertung:
 
Verstörend für den Hörer erweist sich der Einstieg in die erste CD, da dort nicht vom auf dem Cover zu lesenden Titel ‚Der verlorene Sohn‘ die Rede ist, sondern als Titel der vorgetragenen Geschichte ‚Der Heckengeist‘ benannt wird.
 
Die im Weber-Milieu angesiedelte Handlung stellt eine Adaption eines Ausschnitts des Kolportageromans ‚Der verlorene Sohn‘ dar. Die Geschichte ist aber in sich abgeschlossen, sodass der Hörer nichts vermisst, sofern er nicht das Buch kennt. Die Nacherzählung lässt im Vergleich sehr viel weg.
 
Die Handlung selbst erweist sich als Spannungsstory mit Krimi-Zügen, in der aufgrund der wirtschaftlichen Lage Menschen in die Illegalität abrutschen, die ursprünglich redliche Mitglieder der Gesellschaft waren. Somit wird ein Spiegel der Zeit geboten, der recht gut zu unterhalten weiß, auch wenn der Vortrag durch Herrn Holzmann ein wenig eintönig wirkt.
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