Porterville - Staffel 3

Porterville - Staffel 3 Hot

Nico Steckelberg   07. Oktober 2014  
Porterville - Staffel 3

Rückentext

PORTERVILLE ist keine normale Serie, wie man sie kennt. Denn sie funktioniert wie eine Art Puzzle: So ist jede neue Folge wie ein neues Puzzle-Teil. Das bedeutet, die Geschichten beginnen nicht unbedingt da, wo man bei der letzten Folge aufgehört hat. Doch mit jeder neuen Folge erhält man tiefere Einblicke in die Stadt und ihre Bewohner, bis sich das rätselhafte Gesamtbild immer mehr zusammensetzt und am Ende die Frage geklärt wird: "Was ist das dunkle Geheimnis der Stadt Porterville?"

„Die Stadtmauer. Für einen kurzen Moment glaube ich, noch ein bleiches Schimmern neben den geborstenen Brettern zu sehen, doch dann ist es weg. Niemand folgt uns. Wir sind allein. Und wir sind Draußen!“

Staffel 3 enthält die Folgen 13 bis 18 der Mystery-Serie:
Folge 13: DIE AUSGESTOSSENEN von Simon X. Rost, gelesen von Timmo Niesner
Folge 14: DIE AKTE RICHTHOFEN von Hendrik Buchna, gelesen von Tobias Kluckert
Folge 15: IM GARTEN DER SCHLANGEN von Raimon Weber, gelesen von Marius Clarén
Folge 16: ZEICHEN DES ZERFALLS von John Beckmann, gelesen von Gerrit Schmidt-Foß
Folge 17: DER TURM von Anette Strohmeyer, gelesen von Oliver Rohrbeck
Folge 18: VERSUCHUNG von Raimon Weber, gelesen von Manja Doering und Peter Flechtner

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
10,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
9,0

Was in den ersten beiden Staffeln der Mystery-Hörbuchreihe nach einer Idee von Ivar Leon Menger mit vagen Andeutungen und unklaren Schemen begann, wird nun – in der finalen dritten Staffel – zum Großteil aufgeklärt. Dass aber auch in den sechs letzten Storys die Spannung nicht zu kurz kommt, dafür sorgen zum einen die Autoren (alles alte Bekannte aus der Hörspiel-Szene), die für die eine oder andere Kehrtwende in der Erzählung stets zu haben sind, zum anderen auch die guten Interpreten.

Richtig gut gefällt mir diesmal die Story von Hendrik Buchna, die den Titel „Die Akte Richthofen“ trägt und eine Verbindung zwischen dem Porterville'schen Zeitreisephänomen und dem „Roten Baron“ herstellt. Gespickt mit historischem Background.

Auf der Sprecherseite möchte ich besonders Oliver Rohrbecks Lesung hervorheben, der hier fernab von jeglichem Justus-Jonas-Charme eine düstere Geschichte vorträgt und dabei fast unbemerkt eine bühnenreife Imitation von Sprecherlegende Jürgen Thormann in den Dialogszenen mit einfließen lässt. Toll gemacht! Auch die anderen Sprecher brauchen sich nicht zu verstecken. Gefreut hat es ich beispielsweise Gerrit Schmidt-Foß in einer Lesung zu erleben. Point-Whitmark-Fans kennen ihn als die Stimme von Derek Ashby.

Das Ende einer jeden Episode ist mindestens so düster wie das Ende der gesamten Serie. Hier darf man sich auf eine letzte Zeitreise mit überraschendem Knalleffekt freuen.

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