Die Kunst des Verschwindens

Die Kunst des Verschwindens

Michael Brinkschulte   15. November 2022  
Die Kunst des Verschwindens

Hörbuch

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Rückentext

Glaubst Du, eine einzige Begegnung kann ein Leben verändern?

Gibt es das, eine Seelenverwandtschaft zwischen bislang Unbekannten? Ist es manchmal leichter, mit einer Fremden zu sprechen als mit den Menschen, die man schon lange kennt und liebt? Als die junge Fotografin Nico zufällig zwischen den Jahren der Schauspielerin Ellen Kirsch auf den nächtlichen, winterlichen Straßen Berlins begegnet, fühlt sie fast unmittelbar eine unheimliche Nähe, die sie sich nicht erklären kann. Was haben sie schon gemeinsam, der inzwischen weltberühmte Hollywoodstar und die noch um Anerkennung ringende Fotografin? Was sieht Ellen in ihr, was sie selbst nicht erkennen kann? Vor allem aber: Warum schert sich Nico darum, dass Ellen eines Tages einfach wieder aus ihrem Leben verschwindet? Und zwar so plötzlich, wie sie gekommen ist? Als Nico endlich begreift, warum sie nicht loslassen kann, macht sie sich auf die Suche – nicht nur nach Ellen, sondern auch nach ihrer Mutter und ihrer eigenen Geschichte.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
8,0
Aufmachung 
 
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Gesamtwertung 
 
7,7

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?
 
Alina Vimbai Strähler, Heike Warmuth und Isabelle Redfern lesen dieses ungekürzte und nur als Download erhältliche Hörbuch. Die unterschiedlichen Perspektiven, aus denen Autorin Melanie Raabe die Handlung schildert, werden von jeweils einer anderen Stimme übernommen.
Die Stimmung der jeweiligen Blickrichtung wird im Vortrag aufgefangen und an die Hörerschaft vermittelt. Ob Trauer, Ungewissheit oder Dramatik, die Bandbreite der zehneinhalb Stunden Spielzeit ist vielschichtig.
 
 
Resümee:
 
Zwei Frauen, die, wie sich im Verlauf der Handlung herausstellt, am gleichen Tag Geburtstag haben, treffen scheinbar ungeplant aufeinander. Doch dieser Eindruck trügt, denn die Geschichte der beiden Frauen Nico und Ellen haben einen anderen Überschneidungspunkt.
Doch nicht nur dieses Zusammentreffen bestimmt den Roman von Melanie Raabe, die zuvor eher mit Thrillern auf sich aufmerksam gemacht hat. Stalking, Verluste, ein Schiffsunglück, Gesundheitsprobleme, Trauer und am Ende des Romans auch noch Geschehnisse in der Natur und noch mehr Aspekte treffen in diesem Roman aufeinander und bilden eine überaus interessante und fesselnde, zuweilen mystische Handlung, die zuweilen auch etwas überladen wirkt.
 
Ein ungewöhnlicher Roman, auf den man sich einlassen muss, um die melancholische Stimmung, die Wendungen und Überraschungen zu erleben. Wer Action erwartet und rasante Wechsel, der wird enttäuscht. Hier wird langsam erzählt, dafür aber mit vielen Untertönen.
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