Juliet, Naked Hot

Michael Brinkschulte   09. März 2010  
Juliet, Naked

Hörbuch

Autor(en) oder Hrsg.
Verlag
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
8

Rückentext

Annie and Duncan fit together like jigsaw pieces, though Duncan´s obsession with Tucker Crowe, the reclusive, tortured-genius songwriter, has never left much time for anything more meaningful – marriage, kids, conversation about something other than Tucker Crow.
When Tucker´s record company suddenly issues a stripped-down version of his most famous album, and Annie just can´t see what´s good about it, Duncan finds solace in bed with somebody else – and Annie is at last liberated to throw him out.
Worse is to follow for Duncan: it turns out Annie is not alone in her opinion. After she posts a review on a fan website, she gets a response from a completely unlikely source, Tucker himself. In the correspondence that follows it turns out that not only is Tucker an expert like her on years of wasted life, but she begins to realize what lies behind his long silence …

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
9,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
8,0

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?

Drei Sprecher sind an dieser Produktion beteiligt und lesen die Kapitel des Buches in Abschnitten, die mit Sicht auf die drei Protagonisten verfasst sind. Jennifer Wiltsie (Annie), Ben Miles (Duncan) und Bill Irwin (Tucker), tragen ihre Parts gut betont vor und schaffen eine ansprechende Grundatmosphäre, die den Hörer in die Story hinein zieht.
Das Hörbuch ist auf 8 CDs zu finden, die jeweils in einer Papphülle untergebracht in einer Box zu finden sind. Dieser Box liegt kein Booklet bei. Informationen zum Autor sind auf der Papphülle der ersten CD abgedruckt. Auf allen weiteren Hüllen finden sich die gleichen Informationen, die jeweils die Sprecher näher beleuchten.
Die Covergestaltung ist schlicht.


Resümee/Abschlussbewertung mit Schulnoten:

Nick Hornby widmet sich gern Themen, die Bezüge zu seiner favorisierten Musik haben, die er in „31 Songs“ herausstellte. Selbst ein großer Musikfan greift Hornby sich reale Figuren heraus und verbindet sie mit Charakteren, die reale Existenz haben könnten. Seine Figuren lassen Platz für eigene Fantasie, sind jedoch so aufgestellt, dass eine klare Grundstruktur im Kopf entsteht.
Langsam baut sich der vorliegende Roman als Hörbuch auf. Die unterschiedlichen Stimmen verdeutlichen bestens die einzelnen Erzählperspektiven und lassen den Hörer an der Dreiecksgeschichte teilhaben.
Die Geschichte schreitet fort, doch die Figuren, die, im Fall von Tucker Crowe eine trefflich entwickelte Hintergrundgeschichte aufweisen, scheinen auf der Stelle zu stehen. Am Ende des Hörbuches stellt man sich die Frage, was denn nun noch kommen wird, denn Hornby hat sich ein Ende erlaubt, das offener kaum sein kann. Dieses offene Ende ist es, das irgendwie gewollt und nicht gekonnt wirkt, da man sich als Hörer/Leser hier allein gelassen fühlt.
Trotzdem oder gerade deshalb ist das Hörbuch gut gelungen und hält eine Reihe dunkler, aber auch humorvoller ironischer Szenen bereit, die seitens der Sprecher gut umgesetzt werden.

Note 2-

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